Der regionale Sender rbb24 hat am Morgen des 1. November 2026 die Sterbebegleitung im Evangelischen Seniorenzentrum Willi-Kupas-Haus in Wittenberge vorgestellt. Beschäftigte schildern darin, wie das Haus Begleitung am Lebensende als festen Bestandteil des Pflegealltags organisiert – mit individuell abgestimmten Ritualen wie einem Lieblingsgetränk oder beruhigenden Handmassagen, mit Zeit für Gespräche und mit Nähe.
Das Willi-Kupas-Haus liegt in Wittenberge im Landkreis Prignitz in Brandenburg. Träger ist die Lafim Diakonie. Die Einrichtung beschreibt eine pflegerische Ausrichtung, die palliative und gerontologische Elemente verbindet. Konkrete Fallzahlen nennt der Beitrag nicht. Beschrieben wird jedoch, dass ein relevanter Teil der Bewohnerinnen und Bewohner im Heim stirbt und dass Abläufe der Begleitung daher eingeübt sind. Als Kooperationspartner werden Hausärztinnen und Hausärzte sowie Seelsorge genannt; Ziel sei, medizinische Versorgung, Pflege und psychosoziale Unterstützung zu verzahnen.
Die Darstellung trennt Fakten und Einschätzungen: Als gesichert gelten die Lage in Wittenberge, die Trägerschaft durch die Lafim Diakonie und der Ansatz, Sterbebegleitung konzeptionell zu verankern. Zugeschriebene Aussagen betreffen die geschilderten Rituale und die Erfahrungen des Teams im Umgang mit Sterben und Trauer. Offen bleibt, ob das Haus seine Angebote strukturell ausweiten will; hierzu liegen keine Ankündigungen vor.
Der Bericht reiht sich in eine breitere Entwicklung ein. Viele stationäre Alteneinrichtungen in Deutschland integrieren seit Jahren palliative Ansätze in ihre Pflegekonzepte. Dazu gehören Fortbildungen, Standards für die Kommunikation mit Bewohnerinnen, Bewohnern und Angehörigen sowie Absprachen mit externen Diensten. In Wittenberge betont die Einrichtung laut rbb24, dass Entscheidungen am Lebensende nicht nur medizinisch, sondern auch biografisch und seelsorglich begleitet werden sollen – etwa durch vertraute Routinen oder das Einbeziehen von Wünschen, die im Verlauf des Aufenthalts dokumentiert wurden.
Für die Praxis stellt das hohe Anforderungen an Personal und Qualifikation. Pflegekräfte müssen Symptome lindern, Gespräche führen und zugleich Abläufe so gestalten, dass Ruhe und Verlässlichkeit möglich sind. Angehörige erleben das als Entlastung, stehen aber häufig vor schwierigen Entscheidungen. Der rbb24-Beitrag zeigt, wie das Willi-Kupas-Haus versucht, beides zusammenzubringen: fachlich fundierte Pflege und eine Haltung, die Würde und Nähe in den Mittelpunkt stellt.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).