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Wolfcenter Dörverden betont strenge Regeln nach Wolfsangriff in Brandenburg

Nach dem Angriff auf ein Kind in Baruth/Mark erläutert das Wolfcenter Dörverden seine Sicherheitsstandards, setzt auf klare Trennung von Besuchern und Wölfen und empfiehlt reizarme Kleidung ohne Schmuck.

Nach dem Wolfsangriff auf ein achtjähriges Mädchen im Wildpark Johannismühle in Baruth/Mark am 28. Oktober 2026 hat das Wolfcenter Dörverden seine Sicherheitsstandards öffentlich erläutert. Betreiber Frank Faß betonte am 30. Oktober, dass Begegnungen zwischen Menschen und Wölfen in Dörverden grundsätzlich durch bauliche Trennung und klare Verhaltensregeln abgesichert seien. Besucher und Tiere würden durch eine gesicherte Schleuse räumlich getrennt. Nach Angaben des Zentrums ist diese Schleuse fünf Meter breit, siebeneinhalb Meter lang und von einem fast vier Meter hohen Zaun umgeben.

Das Zentrum verweist zudem auf präzise Vorgaben für besondere Angebote in abgegrenzten Rückzugsbereichen, die für Tagesgäste nicht zugänglich sind. Dort können Wölfe durch einen Zaun gefüttert werden; Berührungen seien nur möglich, wenn die Tiere es zuließen. Für solche Begegnungen empfiehlt das Wolfcenter reizarme Kleidung und den Verzicht auf Schmuck, um den Spieltrieb und die Neugier der Tiere nicht zusätzlich zu wecken. Faß unterstrich, dass sich alle Formate an internen Sicherheitsprotokollen orientieren und nur geschultes Personal beteiligt ist.

Auslöser der Debatte sind die Ereignisse im Landkreis Teltow-Fläming. Das verletzte Kind wurde nach dem Angriff in die Charité geflogen. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung gegen eine Mitarbeiterin des Wildparks. Der Landkreis erklärte, das betreffende Gehege habe nicht von Besuchern betreten werden dürfen. Untere Naturschutzbehörde und Veterinäramt sind in die Aufarbeitung eingebunden; die Kreisverwaltung kündigte Kontrollen der Anlagen und eine Prüfung von Genehmigungen an. Die Ermittlungen sollen klären, ob Aufsichtspflichten verletzt wurden oder organisatorische und technische Mängel vorlagen.

Das Beispiel Dörverden zeigt, wie Einrichtungen bauliche Sicherung und Besucherdisziplin kombinieren: klare Trennung durch Schleusen, definierte Abstands- und Fütterungsregeln, Einschränkungen bei Kleidung und Accessoires. Ziel ist, Risiken an der Schnittstelle zwischen Wildtierverhalten und menschlicher Präsenz zu minimieren. Ob und inwieweit Schlüsse aus dem Vorfall in Baruth/Mark zu Anpassungen in anderen Parks führen, ist offen. Maßgeblich werden die Ergebnisse der Kontrollen und Ermittlungen sein. Fest steht: Die unmittelbare Verantwortung für den Schutz von Besuchern liegt bei den jeweiligen Betreibern; Behörden überwachen die Einhaltung der Vorgaben und können Auflagen verschärfen.

Die Hinweise aus Dörverden richten sich damit sowohl an Einrichtungen als auch an Gäste: Technische Barrieren und sorgsame Besucherführung sind zwei Seiten derselben Sicherheitsarchitektur.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen