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Zimmer in Wohngemeinschaften erreichen Höchstwerte in deutschen Großstädten

Neue Halbjahresdaten von empirica und WG‑Gesucht zeigen zum 19. September 2026 deutlich gestiegene Angebotspreise, mit Spitzen in München, Hamburg und Berlin.

Neue Halbjahreserhebungen von empirica und dem Portal WG‑Gesucht melden zum 19. September 2026 deutlich gestiegene Angebotspreise für Zimmer in Wohngemeinschaften. In mehreren Universitätsstädten erreichen die Werte Höchststände. Die Auswertungen beruhen auf öffentlich zugänglichen Inseraten und erscheinen halbjährlich.

Laut empirica‑Preisdatenbank lag der Standardpreis (Median der mittleren 50 Prozent der Angebote) zum Sommersemester 2026 in München bei 775 Euro, in Hamburg bei 649 Euro und in Berlin bei 618 Euro. WG‑Gesucht weist für das Sommersemester 2026 eine bundesweite durchschnittliche Warmmiete von 512 Euro pro Monat aus, ein Plus von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beide Datensätze erfassen Angebotspreise; Vertragsmieten können abweichen.

Als Ursachen nennen die Auswertungen die anhaltend knappe Wohnraumversorgung in Metropolen, eine hohe Nachfrage nach kurzfristig verfügbaren Einzelzimmern sowie ein geringes Angebot im preisgünstigen Segment. Studierendenvertretungen und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft betonen, dass die steigenden Wohnkosten viele Studierende finanziell unter Druck setzen und die Standortwahl für das Studium zunehmend von verfügbarem, bezahlbarem Wohnraum abhängt.

Politisch werden mehrere Hebel diskutiert: beschleunigte Neubauförderung, der Ausbau bezahlbarer Studierendenwohnheime sowie eine Anpassung der BAföG‑Wohnpauschale. Konkrete, flächendeckende Entlastungseffekte lassen sich aus den Angebotsdaten jedoch nicht ableiten; dafür wären lokale Analysen zu Bestandsmieten, Belegungsquoten und Fertigstellungen nötig.

Zur weiteren Entwicklung gehen Einschätzungen auseinander. Einige Marktanalysen erwarten eine temporäre Stabilisierung, falls sich Energie‑ und Baupreise beruhigen und mehr fertiggestellte Neubauten auf den Markt kommen. Andere halten erneute Anstiege für wahrscheinlich, sollte das günstige Segment weiter unterversorgt bleiben oder sollten Kostenimpulse im Bau und bei der Energie erneut zunehmen. Die Perspektive hängt wesentlich vom Umfang und der Lage neuer Wohnungen sowie vom gesamtwirtschaftlichen Umfeld ab.

Die nun veröffentlichten Halbjahreswerte beziehen sich auf Angebote zum Sommersemester 2026 und bilden damit den jüngsten verfügbaren Stichtag ab. Sie sind als Indikator für die Preisentwicklung im studentischen Teilmarkt zu verstehen, nicht als vollständiges Abbild aller Mietverhältnisse. Methodik und detaillierte Städtedaten stellen empirica und WG‑Gesucht in ihren Berichten bereit.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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