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Zwillinge aus Wanderup stoßen Prüfung für sicheren Schulweg an

Nach einem Brief an Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen prüfen Land und Gemeinde sichere Querungen an der Landesstraße vor der Grundschule Wanderup. Kurzfristige Maßnahmen wurden angekündigt.

In Wanderup im Kreis Schleswig-Flensburg hat ein Brief zweier neunjähriger Schülerinnen an Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen eine amtliche Prüfung zur Schulwegsicherheit ausgelöst. Wie der Norddeutsche Rundfunk am 21. Oktober 2026 berichtete, hatten Charlotta und ihre Zwillingsschwester Mathilda zusammen mit mehr als 100 Unterstützerinnen und Unterstützern zuvor auf die Gefahren an einer vielbefahrenen Landesstraße vor der Grundschule Wanderup hingewiesen. Ein Gehweg fehlte an der kritischen Stelle, Lücken im Verkehr waren nach ihrer Schilderung schwer zu finden.

Der Ablauf machte die Zuständigkeiten sichtbar: Die Gemeinde Wanderup sammelt Anliegen und stellt Anträge für den Ort, doch Maßnahmen an Landesstraßen verantwortet das Land über den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) sowie das Verkehrsministerium. Nach Angaben des Senders und der beteiligten Stellen leiteten die Behörden eine fachliche Prüfung der Querungssituation ein. Nach Ministeriumsangaben wurden zudem kurzfristige Sicherungsmaßnahmen in Aussicht gestellt; über Art und Umfang wurde zunächst nichts Verbindliches mitgeteilt. Ziel der Gemeinde ist eine sichere Querungsmöglichkeit – etwa ein Zebrastreifen oder eine Lichtsignalanlage – vor der Grundschule Wanderup.

Hintergrund ist die landesweite Abwägung zwischen Verkehrssicherheit, Eingriffen in den Straßenraum und Finanzierungsfragen. Fußgängerüberwege oder Ampeln setzen verkehrsrechtliche Prüfungen und verkehrstechnische Gutachten voraus. Zuständig ist hier der LBV.SH in Abstimmung mit der Straßenverkehrsbehörde und der Polizei. Minister Claus Ruhe Madsen hatte bereits 2026 eine Intensivierung der Verkehrssicherheitsarbeit angekündigt; der Fall in Wanderup reiht sich in lokale Initiativen ein, die den Schutz von Kindern auf dem Schulweg stärker in den Vordergrund rücken.

Für die Grundschule Wanderup und Familien im Ort bedeutet das Verfahren zunächst Aufmerksamkeit und voraussichtlich erste Entlastungen, falls temporäre Sicherungen rasch greifen. Zugleich zeigt der Vorgang strukturelle Lücken: Viele ländliche Schulwege verlaufen entlang von Landesstraßen, während Kommunen personell und finanziell nur begrenzt planen und bauen können. Nachhaltige Verbesserungen erfordern daher abgestimmte Programme von Land, LBV.SH und Gemeinden – von baulichen Maßnahmen über Verkehrsaufklärung bis zu ehrenamtlicher Begleitung an kritischen Übergängen.

Laut Gemeinde Wanderup ist das Thema Schulwegsicherheit im Amt Eggebek seit Längerem präsent. Konkrete Entscheidungen zu einer dauerhaften Querung vor der Grundschule Wanderup stehen nach der nun gestarteten Prüfung durch das Verkehrsministerium und den LBV.SH noch aus.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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