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15-Jähriger flieht in Grolsheim auf getuntem E‑Scooter – Polizei stoppt ihn

In Grolsheim ist ein 15-Jähriger in der Nacht zum 18. Oktober vor einer Streife geflohen. Der technisch veränderte E‑Scooter soll bis zu 80 km/h erreicht haben. Die Polizei stellte das Fahrzeug sicher und leitete…

Kurzmeldung

In Grolsheim bei Bingen hat die Polizei in der Nacht zum 18. Oktober einen 15-Jährigen gestoppt, der vor einer Streife auf einem technisch veränderten E‑Scooter geflohen war. Nach Angaben der Polizeiinspektion Bingen bemerkten Beamte gegen 03:00 Uhr zwei Jugendliche an der Alzeyer Straße, an einem E‑Scooter fehlte das vorgeschriebene Versicherungskennzeichen. Als die Streife zur Kontrolle anhielt, beschleunigte einer der Jugendlichen und versuchte zu entkommen.

Die Verfolgung führte über innerörtliche Straßen und einen begleitenden Radweg. Nach Polizeiangaben musste das Einsatzfahrzeug zeitweise auf etwa 70 km/h beschleunigen, um den Abstand zu halten. Der Jugendliche fuhr schließlich in eine Sackgasse und konnte dort ohne Widerstand gestellt werden. Verletzt wurde niemand.

Der E‑Scooter wurde sichergestellt. Laut Polizei Bingen ergaben anschließende Prüfungen, dass das Fahrzeug durch technische Veränderungen eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 80 km/h erreichen könne. Damit sei es nicht mehr als Elektrokleinstfahrzeug im Sinne der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung einzustufen. Für derart schnelle Fahrzeuge wären eine Betriebserlaubnis, ein Versicherungskennzeichen und je nach Einordnung eine entsprechende Fahrerlaubnis erforderlich.

Gegen den 15-Jährigen wurden Ermittlungen eingeleitet. In Betracht kommen unter anderem Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz, das Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie der Betrieb eines nicht vorschriftsmäßigen Fahrzeugs im öffentlichen Straßenverkehr. Über konkrete rechtliche Folgen will die Polizei nach Abschluss der Ermittlungen informieren.

Die Polizeiinspektion Bingen verweist in ihrer Mitteilung auf erhebliche Sicherheitsrisiken durch getunte E‑Scooter. Konstruktion, Bremsen und Reifen vieler handelsüblicher Modelle seien nicht für Geschwindigkeiten weit über 20 km/h ausgelegt. Bei Kontrollen in Rheinland-Pfalz stoßen Beamtinnen und Beamte nach eigenen Angaben wiederholt auf manipulierte Fahrzeuge; die Sicherstellung und die Einleitung von Verfahren seien in solchen Fällen Routine.

Der Vorfall hat sich im Gemeindegebiet von Grolsheim ereignet, das zur Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen im Landkreis Mainz-Bingen gehört. Er liegt damit im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Bingen. Ein Bezug zu weiteren Straftaten ist nach jetzigem Stand nicht bekannt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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