Wiesbaden, 26. August 2026 – In Deutschland waren 2025 insgesamt 216 200 Personen in einem laufenden Promotionsverfahren eingeschrieben. Das entspricht einem Plus von 3 800 oder 1,8 Prozent gegenüber 2024. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) blieb der Frauenanteil mit 49 Prozent (106 400 Personen) unverändert, ein Viertel der Promovierenden (54 200) hatte eine ausländische Staatsangehörigkeit.
Das Durchschnittsalter lag bei 30,5 Jahren. Männer waren mit 30,9 Jahren im Mittel etwas älter als Frauen (30,1 Jahre). 17 Prozent der Promovierenden (35 800 Personen) wurden 2025 erstmals an einer deutschen Hochschule als Promovierende registriert; ihre Zahl stieg gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent. Diese Ergebnisse entstammen der seit 2017 geführten Promovierendenstatistik von Destatis.
Nach Fächergruppen war Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften mit 64 100 Promovierenden (30 Prozent) am stärksten vertreten, gefolgt von Mathematik und Naturwissenschaften mit 47 300 (22 Prozent) sowie den Ingenieurwissenschaften mit 40 100 (19 Prozent). Die Geschlechterverteilung unterscheidet sich deutlich nach Fächern: In den Ingenieurwissenschaften stellten Männer rund 76 Prozent, während in Kunst und Kunstwissenschaften Frauen überwogen. Absolut promovierten Männer am häufigsten in den Ingenieurwissenschaften (30 400), Frauen am häufigsten in Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften (39 900).
Auffällig ist die räumliche Konzentration: 18 Prozent aller Promovierenden verteilten sich 2025 auf lediglich vier Hochschulen. Die Ludwig-Maximilians-Universität München verzeichnete mit 10 200 Promovierenden den höchsten Wert, gefolgt von der Technischen Universität München (10 100), der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (9 600) und der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (8 000).
Die Zahlen deuten auf eine stabile Nachfrage nach Promotionen in Medizin, Natur- und Ingenieurwissenschaften hin. Hochschulpolitisch stellen sich Fragen nach der Verteilung von Promotionskapazitäten, der Betreuungssituation an besonders großen Standorten und der Integration internationaler Promovierender. Prognosen über künftige Entwicklungen trifft Destatis nicht; die Statistik bildet den Ist-Stand des Jahres 2025 ab. Detaillierte Ergebnisse sind laut Destatis in der Datenbank GENESIS-Online verfügbar. Zeitreihen vor 2020 sind aufgrund der seit 2017 schrittweise etablierten Promovierendenstatistik nur eingeschränkt vergleichbar.
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).