Kurzmeldung
Am 3. Oktober 2026 sind 61 Rinder beim traditionellen Viehabtrieb von der Brandenweide ins Münstertal im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald ins Tal geführt worden. Die Tiere trugen Blumenkränze zwischen den Hörnern und große Halsglocken. Begleitet wurde der Zug von der Schwarzwaldkapelle Münstertal sowie Alphornbläsern. Entlang der kurvigen Strecke verfolgten Hunderte Einheimische und Gäste das Ereignis, das mit einem kleinen Fest im Tal ausklang.
Der Abtrieb markiert in Münstertal das Ende der Weidesaison. Nach Angaben der beteiligten Höfe verbringen die Tiere den Sommer auf der Brandenweide. Mit dem Herbstbeginn kehrt die Herde in die Winterquartiere zurück. Weidewarte organisierten die Rückführung gemeinsam mit Landwirten und lokalen Vereinen. Der Ablauf mit geschmückten Tieren und Musik hat sich in der Gemeinde über mehr als drei Jahrzehnte als Brauchtum etabliert.
Laut Südwestrundfunk ist der Viehabtrieb nicht nur ein landwirtschaftlicher Fixpunkt, sondern auch ein publikumswirksames Ereignis. Für Betriebe steht die geordnete und tierschutzgerechte Rückkehr der Herde im Vordergrund. Für die Gemeinde und regionale Anbieter bietet das Fest Anlass für Begegnung und Vermarktung lokaler Produkte. In den vergangenen Jahren kamen regelmäßig zahlreiche Besucher, was die touristische Anziehungskraft traditioneller Feste im ländlichen Raum unterstreicht.
Der Termin am 3. Oktober 2026 fiel auf ein Wochenende und auf den Tag der Deutschen Einheit, was den Zulauf zusätzlich begünstigt haben dürfte. Sicherheits- und Verkehrsmaßnahmen entlang der Route wurden wie üblich an die Größe des Zuges und die örtlichen Gegebenheiten angepasst. Über besondere Vorkommnisse wurde nichts bekannt.
Der Viehabtrieb in Münstertal steht damit für eine Form des gelebten Brauchtums in Baden-Württemberg, das Landwirtschaft, Vereinskultur und Besuchende zusammenführt. Die Verbindung von traditioneller Weidewirtschaft und öffentlichem Fest macht den Ablauf auch für Menschen außerhalb der Region zugänglich. Der nächste Saisonwechsel wird nach dem Verlauf der Weideperiode erneut über die Abtriebstermine bestimmt; sie orientieren sich erfahrungsgemäß an Wetter, Vegetation und der Herdenplanung der Höfe.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).