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Trockenheit lässt Viehabtrieb in Oberried fast ohne Rinder stattfinden

Beim Viehabtrieb in Oberried im Breisgau-Hochschwarzwald waren am 10. Oktober deutlich weniger Rinder dabei. Ursache war die Sommerdürre, viele Tiere wurden bereits vorab ins Tal geholt.

Beim traditionellen Viehabtrieb in Oberried im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald haben am 10. Oktober deutlich weniger Rinder teilgenommen als üblich. Nach Angaben der Gemeinde Oberried und Berichten des SWR führten die anhaltende Sommerdürre und Futtermangel auf den Hochweiden dazu, dass zahlreiche Tiere bereits im August und September ins Tal gebracht wurden. Der Umzug fand wie geplant statt, jedoch mit stark reduzierter Rinderzahl.

Veranstalter und beteiligte Weidebetriebe sprachen von einer Ausnahmesituation. In früheren Jahren seien beim Viehabtrieb nach Angaben aus dem Ort meist deutlich über hundert Rinder zu sehen gewesen; diesmal beteiligten sich nur einzelne Kühe. Statt der gewohnten großen Herde prägten Schafe, Ziegen, Festzugsbeiträge und landwirtschaftliche Fahrzeuge das Bild. Die Erlenbacher Weidegenossenschaft und die Gemeinde Oberried hielten dennoch am Festwochenende mit Bauernmarkt fest, um die Tradition zu sichern und die regionale Landwirtschaft sichtbar zu machen.

Mehrere Landwirtinnen und Landwirte begründeten den vorgezogenen Abtrieb mit der knappen Futterlage in der Höhe und der Notwendigkeit, Heu- und Silovorräte zu schonen. Teilweise müsse Futter zugekauft werden, was die Betriebe finanziell belaste. Nach Schilderungen aus dem Ort war die Kombination aus lang anhaltender Trockenheit und geringer Aufwuchsleistung auf den Weiden in diesem Sommer besonders ausgeprägt. Ob die Bestände im kommenden Jahr wieder in gewohnter Zahl an den Viehabtrieb anschließen können, hänge von Witterung und Futterverfügbarkeit ab, heißt es aus der regionalen Beratung.

Für Besucherinnen und Besucher blieb das Brauchtumsfest ein Anziehungspunkt. Musikgruppen, Vereinsbeiträge und Verkaufsstände sorgten für Betrieb in der Ortsmitte, auch wenn die zentrale Herde fehlte. Die Organisatoren betonten, dass der Viehabtrieb als Schaufenster der Berglandwirtschaft bestehen solle – gerade in Jahren mit schwierigen Bedingungen.

Die Beobachtungen aus Oberried passen zu Einschätzungen aus Baden-Württemberg, wonach Trockenperioden im Sommer die Weidebewirtschaftung zunehmend herausfordern. Für Betriebe in Lagen wie dem Breisgau-Hochschwarzwald werden Bewässerungsfragen, Futterplanung und flexible Abtriebstermine wichtiger. Aussagen über langfristige Trends bleiben jedoch abhängig von den Witterungsverläufen der kommenden Jahre.

Stand: 10. Oktober 2026.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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