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85 Meter langes Rotorblatt stürzt bei Badenweiler auf Transportfahrzeuge

Bei einem Schwertransport zum Windpark Sirnitz/Dreispitz hat sich am 27. August 2026 ein 85 Meter langes Rotorblatt gelöst und zwei Begleitfahrzeuge beschädigt. Die Fahrer blieben unverletzt, die Landesstraße ist gesperrt.

Beim Transport eines 85 Meter langen Rotorblatts zum Windpark Sirnitz/Dreispitz bei Badenweiler (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) ist es am Donnerstag, 27. August 2026, zu einem schweren Zwischenfall gekommen. Nach Angaben der Polizei löste sich das Bauteil in einer engen S‑Kurve auf der Landesstraße aus der Halterung und stürzte auf zwei beteiligte Transportfahrzeuge. Die Fahrer konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen; Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet. Der Südwestrundfunk (SWR) berichtete am 28. August darüber.

Das Rotorblatt wurde mit einem sogenannten Bladelifter manövriert, einer Spezialvorrichtung für enge Trassen. Erste Ermittlungen deuten laut Polizei auf einen technischen Defekt im Hydrauliksystem des Spezialtransports hin, wodurch das Blatt absackte. Das Gewicht wird in Berichten mit rund 25 Tonnen angegeben; die Länge von 85 Metern entspricht gängigen Dimensionen moderner Onshore‑Anlagen.

Durch den Aufprall trat Hydrauliköl aus. Die Feuerwehr und spezialisierte Kräfte banden die ausgelaufene Flüssigkeit und sicherten die Unfallstelle. Die Landesstraße wurde vollständig gesperrt. Nach Einschätzung der Polizei bleibt die Strecke bis zur Bergung blockiert; das beschädigte Rotorblatt soll vor Ort zerlegt und die Fahrzeuge anschließend geborgen werden.

Die Badenova, die das Windpark‑Projekt verantwortet, hatte in den vergangenen Wochen wiederholt auf nächtliche Schwertransporte und damit verbundene Sperrungen hingewiesen. Regionalmedien berichten, dass die Transporte im August planmäßig über Badenweiler und Schweighof geführt wurden. Ob die konkrete Streckenführung, Genehmigungsauflagen oder bauliche Randbedingungen eine Rolle beim Unfall spielten, ist bislang offen.

Zur genauen Ursache des Defekts hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen; ein technisches Gutachten am Bladelifter ist angekündigt. Angaben zu Schadenshöhe, Verzögerungen im Projektablauf und möglichen Auswirkungen auf den Baufortschritt lagen zunächst nicht vor. Branchenüblich sind bei der Herstellung und beim Spezialtransport großer Rotorblätter erhebliche Kosten, deren Höhe im Einzelfall stark variiert; belastbare Zahlen für den aktuellen Vorfall wurden von den Behörden nicht genannt.

Der Vorfall reiht sich in die logistisch anspruchsvollen Transporte über kurvige, teils schmale Landesstraßen im Südwesten ein, die mit temporären Sperrungen, Polizeibegleitung und umfangreichen Sicherungsmaßnahmen verbunden sind. Weitere Informationen zu Bergung, Sperrungsdauer und Projektzeitplan will die Polizei nach Abschluss erster Untersuchungen bekanntgeben.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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