Hessen

Volkswagen-Werk Baunatal: Betriebsrat fordert verbindliche Zusagen zu Produkten und Jobs

Bei einer außerordentlichen Betriebsversammlung am Freitag, 28. August 2026, forderte der Betriebsrat des Volkswagen-Werks Kassel-Baunatal schriftliche Investitions- und Beschäftigungszusagen.

Kurzmeldung

Rund 6.000 Beschäftigte nahmen am Freitag, dem 28. August 2026, an einer außerordentlichen Betriebsversammlung im Volkswagen-Werk Kassel-Baunatal teil. Anlass war der vom Konzern angekündigte Sparkurs und die damit verbundene Unsicherheit über künftige Produktentscheidungen, Investitionen und die Sicherung von Arbeitsplätzen am Standort.

Der Betriebsrat forderte nach eigenen Angaben verbindliche, schriftlich fixierte Zusagen zu Produkten und Investitionen, die über bisherige mündliche Erklärungen hinausgehen. Zentral ist nach Darstellung der Arbeitnehmervertretung außerdem die verbindliche Zusage, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Die IG Metall unterstützte die Forderungen und hob hervor, dass belastbare Produktentscheidungen Voraussetzung für verlässliche Tarifvereinbarungen und Standortplanungen seien.

Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori nahm an der Versammlung teil. Das Hessische Wirtschaftsministerium erklärte, das Land begleite den Dialog zwischen Unternehmensführung und Arbeitnehmervertretung und werbe aktiv für Zukunftsinvestitionen, um Wertschöpfung und Beschäftigung in Nordhessen zu sichern. Mansoori warnte in einer Mitteilung vor möglichen Folgen von Ausgliederungen und betonte die Bedeutung verlässlicher Zusagen für regionale Planbarkeit.

Hintergrund ist das von Volkswagen kommunizierte Zielbild 2030, in dessen Rahmen der Konzern Effizienzmaßnahmen und Kostensenkungen prüft. Betriebsrat und IG Metall sehen in der bislang fehlenden Festlegung auf bestimmte Produkte ein erhebliches Risiko für die Beschäftigungsperspektive des Komponentenstandorts in Baunatal. Das Werk liefert nach gängiger Beschreibung Getriebe, E‑Komponenten und weitere Bauteile an den Konzern.

Zum Zeitpunkt der Versammlung lagen nach Angaben der Arbeitnehmerseite keine neuen schriftlichen Zusagen des Vorstands vor. Die Arbeitnehmervertretung kündigte an, ihre Forderungen weiter zu verfolgen und gegebenenfalls tarifpolitische oder rechtliche Schritte zu prüfen, sollte es bei unverbindlichen Aussagen bleiben. Kommunale Vertreter warnten vor negativen regionalwirtschaftlichen Folgen, sollte die Klärung von Investitionen und Produktentscheidungen weiter verzögert werden.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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