Die AfD Berlin hat Kristin Brinker als Spitzenkandidatin für die Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September 2026 bestätigt. Das bekräftigten Parteiangaben und Berichte regionaler Medien wie rbb24 wenige Wochen vor dem Wahltermin. Brinker führt die Landespartei und leitet seit 2021 die AfD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin.
In ihren Auftritten setzt die 53-Jährige programmatische Schwerpunkte bei innerer Sicherheit, Haushalt und Verwaltung. Sie fordert eine striktere Kriminalitätsbekämpfung, eine straffere Ausgabenpolitik und effizientere Abläufe in der Landesverwaltung. Damit knüpft sie an die Profilierung der AfD in Berlin in den Politikfeldern Finanzen und Ordnung an, die sie als Fraktionsvorsitzende maßgeblich mit geprägt hat. Aus dem Umfeld der Partei heißt es, Brinkers Team wolle mit einem klaren „Law and Order“-Angebot und haushaltspolitischer Strenge vor allem unzufriedene Wechselwähler in der Stadt erreichen.
Gleichzeitig steht der Berliner Landesverband seit Längerem unter öffentlicher Beobachtung. Analysen überregionaler Medien wie dem Tagesspiegel sowie Stellungnahmen von Oppositionsparteien und zivilgesellschaftlichen Initiativen bemängeln, dass innerhalb der AfD Berlin weiterhin strengere, teils radikale Kräfte sichtbar seien. Brinker weise solche Vorwürfe zurück. Sie betont, die AfD Berlin vertrete ein rechtsstaatliches, demokratisches Programm; Beschlüsse und Parteitexte nennt die Partei als Beleg. Eine formale Distanzierung von verfassungsfeindlichen Positionen hebt die Landespartei regelmäßig hervor. Die Einordnung bleibt umstritten und ist Gegenstand laufender politischer Auseinandersetzungen in Berlin.
Mit Blick auf die Wahl strebt die AfD Berlin ein zweistelliges Ergebnis an. Ob dieses Ziel erreichbar ist, hängt nach Einschätzung politischer Beobachter von der Mobilisierung im Schlussabschnitt des Wahlkampfs, kurzfristigen stadtpolitischen Themen sowie der Bindekraft der Regierungs- und Oppositionsparteien ab. Brinker kündigte an, die AfD wolle im neuen Abgeordnetenhaus von Berlin mehr Einfluss auf Haushaltsschwerpunkte nehmen und die Sicherheitsdebatte prägen. Im Falle starker Zugewinne will der Landesverband auch im Umfeld des Roten Rathauses seine Positionen sichtbarer platzieren.
Die Spitzenkandidatur Brinkers ordnet sich in die Reihe der bereits benannten Bewerberinnen und Bewerber anderer Parteien ein. Regionale Medien haben die personellen Aufstellungen für die Abgeordnetenhauswahl 2026 in Berlin zusammengestellt und die wichtigsten Themen der Wahlkämpfe gegenübergestellt. Eine gesicherte Prognose über Mandatsverteilungen liegt naturgemäß nicht vor; seriöse Umfragen und amtliche Ergebnisse stehen noch aus.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).