Kurzmeldung
Am 3. September 2026 veröffentlichte Infratest dimap im Auftrag des Norddeutschen Rundfunks die LänderTREND‑Erhebung zur Landtagswahl in Mecklenburg‑Vorpommern. Die Sonntagsfrage, erhoben im Zeitraum 26. bis 31. August 2026 (1.215 Befragte; Telefon‑ und Online‑Mix), weist die Alternative für Deutschland (AfD) mit 35 Prozent und die Sozialdemokratie (SPD) mit 32 Prozent aus. Die Christlich Demokratische Union (CDU) liegt demnach bei acht Prozent, die Linkspartei bei elf und die Grünen bei fünf Prozent. Entscheidend bleibt, dass es sich um eine Momentaufnahme mit Stichprobenfehlern von typischer Größe handelt; Infratest dimap nennt eine statistische Schwankungsbreite von etwa zwei bis drei Punkten bei Anteilen um ein Drittel.
Die Umfrage zeigt zwei relevante Befunde: Erstens führt die AfD in der Sonntagsfrage, zweitens hat die Sozialdemokratie gegenüber früheren Erhebungen deutlich aufgeholt. Infratest dimap weist zudem auf die Unterschiede zwischen Listen‑ und Direktpräferenzen hin: Für das Amt der Ministerpräsidentin sprechen sich laut Studie 60 Prozent für Manuela Schwesig (Sozialdemokratie) und 25 Prozent für den AfD‑Kandidaten Leif‑Erik Holm aus. Diese Divergenz deutet an, dass persönliche Präferenzen für die Spitzenkandidatin von den Listenpräferenzen abweichen können.
Für die CDU bedeutet der einstellige Wert einen historischen Tiefstand im Land im Vergleich zu 2021; Infratest dimap ordnet die Partei damit deutlich unter ihren Ergebnissen der Vorjahre ein. Politisch relevant ist, dass ein rot‑rot‑grünes Bündnis rechnerisch möglich, aber nach dieser Umfrage nicht sicher mehrheitsfähig wäre; ebenso bleibt offen, ob taktische Wählerentscheidungen oder Mobilisierung in der Schlussphase den Wahlausgang am 20. September 2026 verändern.
Als wichtige Themen nennt die Studie Bildung, Wirtschaft und Zuwanderung; zugleich steigt laut Erhebung die Zufriedenheit mit der Landesregierung gegenüber dem Sommer, während Skepsis gegenüber einer AfD‑geführten Regierung fortbesteht. Angesichts des kurzen Zeitfensters bis zum Wahltermin kommt es nun vor allem auf Mobilisierung und Wechselwähler an.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).