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Aiwanger attackiert Union bei Freie-Wähler-Landesversammlung in Günzburg

Bei der Landesdelegiertenversammlung in Günzburg hat Hubert Aiwanger die Union kritisiert und eine stärkere Präsenz der Freien Wähler in Berlin gefordert.

Bei der Landesdelegiertenversammlung der Freien Wähler in Günzburg am 17. Oktober 2026 hat Hubert Aiwanger die Union scharf kritisiert und den Ausbau der Bundespräsenz seiner Partei als vorrangiges Ziel bezeichnet. Der bayerische Wirtschaftsminister und Landesvorsitzende verband seine Attacken auf CDU und CSU mit der Ankündigung, die Freien Wähler langfristig als gestaltende Kraft in Berlin zu etablieren.

Aiwanger warf der Union vor, konservative Wählerinnen und Wähler zu verunsichern, weil sie aus seiner Sicht zu häufig Kompromisse mit einem „linken“ Politikansatz eingehe. Er knüpfte seine Kritik an jüngere Koalitionsentscheidungen der Union und stellte ihnen die eigenen Schwerpunkte der Freien Wähler gegenüber: Entlastung von Familien beim Eigentumserwerb, der Erhalt von Minijobs sowie zusätzliche Mittel für finanzschwache Kommunen. Diese Punkte bezeichnete er als Kern einer pragmatischen Mitte-Politik, die sich an „Bürgerinteressen“ orientiere.

Der aktuelle Nachrichtenanlass ist die Landesdelegiertenversammlung, auf deren Tagesordnung auch parteiinterne Wahlen und programmatische Beschlüsse standen. Nach übereinstimmenden Berichten legte Aiwanger vor den Delegierten die strategische Linie für die kommenden Wahljahre dar: Sichtbarkeit im Bund erhöhen, kommunale Verankerung halten und bundespolitische Verantwortung anstreben. Konkrete Koalitionsoptionen in Berlin ließ er offen; Aussagen zu möglichen Bündnissen blieben allgemeiner Natur und sind politisch-taktische Positionierungen.

Die Veranstaltung in Günzburg unterstreicht den Anspruch der Freien Wähler, ihr Profil jenseits Bayerns zu schärfen. In Bayern regiert die Partei seit Jahren mit der CSU, bundesweit ist sie bislang nicht im Bundestag vertreten. Aiwangers Kritik an der Bundesregierung zielte auf aus seiner Sicht mangelnde Alltagsnähe und überbordende Regulierung. Seine Aussagen sind als politische Bewertung zu werten; unmittelbare Folgen für Koalitionskonstellationen ergeben sich daraus nicht.

Nach Berichten von BR24 sowie überregionalen Medien stand die öffentlichkeitswirksame Abgrenzung zur Union im Zentrum. Zugleich suchte Aiwanger die Brücke zur kommunalen Praxis: Die Freien Wähler wollen die eigenen Landesthemen von Bayern aus in die Bundespolitik tragen und dabei den Markenkern – kommunale Kompetenz, Haushaltsdisziplin und Förderung des Mittelstands – betonen. Die Landesdelegiertenversammlung diente damit sowohl der innerparteilichen Positionsbestimmung als auch der Vorbereitung auf anstehende Wahlkämpfe, in denen die Partei eine stärkere Präsenz in Berlin anstrebt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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