Baden-Württemberg

Backnang: Staatsschutz ermittelt nach durchtrennten Kabeln an Bahnstrecke

Nach der Beschädigung mehrerer Leitungen zwischen Backnang und Maubach hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Zugverkehr sowie TV- und Internetdienste waren gestört.

Nach der Beschädigung mehrerer Leitungen an der Bahnstrecke zwischen Backnang und Maubach im Rems-Murr-Kreis hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Die Polizei meldete den Vorfall am 25. August 2026 und spricht von einem Verdacht der Sabotage. In Teilen von Backnang kam es zu Störungen bei TV, Internet und Telefon, zudem war der Zugverkehr beeinträchtigt.

Nach bisherigen Erkenntnissen verschafften sich Unbekannte Zugang zu einem Kabelschacht an der Strecke und beschädigten dort mehrere Kabel. Zu Art und Umfang der betroffenen Leitungen sowie zu einem möglichen Motiv machten die Behörden zunächst keine Angaben. Reparatur- und Sicherungsarbeiten wurden eingeleitet; nach Angaben der Polizei koordiniert die Deutsche Bahn die Instandsetzung an der Infrastruktur.

Zuständig für die Ermittlungen ist das Polizeipräsidium Aalen. Es ließ Spuren am Tatort sichern, wertet Video- und Mobilfunkdaten aus und sucht Zeuginnen und Zeugen. Hinweise auf Tatverdächtige liegen bislang nicht vor. Die Polizei bittet Personen, die am 23. August 2026 Beobachtungen im Bereich zwischen Backnang und Maubach gemacht haben, um Mitteilung. Genauere Angaben zum zeitlichen Verlauf des Eingriffs, zum entstandenen Schaden und zur Dauer der Beeinträchtigungen kündigten die Behörden für weitere Pressemitteilungen an.

Die Einschaltung des Staatsschutzes bedeutet, dass ein politisches oder staatsgefährdendes Motiv nicht ausgeschlossen wird. Eingriffe in Bahn- und Kommunikationsinfrastruktur gelten als sicherheitsrelevant, weil sie den Betrieb kritischer Netze stören und Risiken für den Verkehr erhöhen können. Vergleichbare Fälle haben in Deutschland in der Vergangenheit teils zu erheblichen Ausfällen geführt; auch dort ermittelte der Staatsschutz. Konkrete Bezüge zu früheren Taten oder zu bestimmten Tätergruppen nannten die Ermittler in diesem Fall jedoch nicht.

Nach Angaben der Einsatzkräfte stand die Wiederherstellung der Betriebsfähigkeit im Vordergrund; parallel prüfen Polizei und Betreiber, ob Schutzmaßnahmen an sensiblen Einrichtungen angepasst werden müssen. Welche Auswirkungen die Störung im Einzelnen auf den Regional- und S-Bahn-Verkehr hatte, blieb zunächst offen.

Der Fall hat bundesweiten Bezug, der Schwerpunkt liegt aber in Baden-Württemberg. Die Ermittler betonen, dass derzeit weder ein Bekennerschreiben vorliegt noch gesicherte Erkenntnisse zu Tätern oder Motiv. Die Bewertung des Geschehens als möglicher Sabotageakt ist daher eine vorläufige Einordnung. Stand: 25. August 2026.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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