Aktuell

Baerbock gibt Präsidentschaft der Vereinte Nationen‑Generalversammlung am 8. September 2026 an Bangladesch ab

Die frühere deutsche Außenministerin Annalena Baerbock hat am 8. September 2026 in New York turnusgemäß das Amt der Präsidentin der 80. Sitzung der UN‑Generalversammlung an Khalilur Rahman aus Bangladesch übergeben.

Annalena Baerbock hat am 8. September 2026 in New York die Präsidentschaft der 80. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen an ihren Nachfolger, den Außenminister Bangladeschs Khalilur Rahman, übergeben. Die symbolische Übergabe des Protokollhammers markierte das Ende einer einjährigen Amtszeit, in der Baerbock die Versammlung durch Debatten zu multilateraler Zusammenarbeit, Reformbedarf der UNO und globalen Krisen führte.

Die Wahl Khalilur Rahmans war bereits Anfang Juni 2026 in einer geheimen Abstimmung der Generalversammlung entschieden worden; Rahman hatte sich gegen den Kandidaten Zyperns durchgesetzt und wurde zum Präsidenten der 81. Sitzung bestimmt. Sein Mandat beginnt mit der Eröffnung der neuen Sitzung im September 2026. Die UNO betont, dass der Posten zwar vornehmlich repräsentativ und moderierend sei, zugleich aber wichtige Agenden — etwa Reformvorhaben, Haushaltsfragen und die Leitung der jährlichen Generaldebatte — organisatorisch und politisch beeinflusse.

Während ihrer Amtszeit hatte Baerbock nach eigenen Angaben auf die Notwendigkeit einer Modernisierung der Vereinten Nationen hingewiesen und wiederholt zur Verteidigung multilateraler Regeln aufgerufen. In ihrer letzten Presseäußerung als Präsidentin skizzierte sie nach Angaben der UN die Schwerpunkte, die sie gesetzt habe, und warb für eine Fortführung des Dialogs unter allen Mitgliedstaaten. Deutsche Medien und internationale Agenturen zitierten die Rede und hoben Baerbocks Einsatz für Abrüstungsthemen, Klimaschutz und den Schutz der Menschenrechte hervor.

Die Übergabe fällt in eine Phase mit mehreren globalen Belastungsproben: Fortdauernde regionale Konflikte, ein angespannter Reformprozess der Organisation und die anstehende Auswahl des nächsten UN‑Generalsekretärs, dessen Amtszeit am 31. Dezember 2026 endet, prägen die Agenda. Beobachter weisen darauf hin, dass die Rolle des Generalversammlungspräsidenten in solchen Jahren an Sichtbarkeit gewinnt, weil die Vollversammlung oft den einzigen breit legitimierten multilateralen Rahmen für Debatten über diese Themen bildet.

Für Deutschland ist die Präsidentschaft Baerbocks zugleich Symbol und Protokollfunktion: Gewählt wurde sie 2025, nachdem sie ihr Amt als Bundesaußenministerin bereits abgegeben hatte. Die deutsche Seite betonte in Reaktionen die Fortsetzung diplomatischer Kontakte und die Bedeutung, die Berlin dem multilateralen System beimisst. Khalilur Rahman hat für seine Amtszeit angekündigt, auf Kooperation zwischen Nord und Süd zu setzen und die Handlungsfähigkeit der Vereinten Nationen in den Mittelpunkt zu stellen; seine Prioritäten werden nun in den kommenden Sitzungswochen konkretisiert.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk