Seit 23. Oktober 2026 greift in Südostbayern ein erweiterter Baustellenfahrplan. Die Deutsche Bahn bündelt mehrere Korridorsanierungen und Instandhaltungen, was zu zusätzlichen Umleitungen über die Strecke bei Mühldorf am Inn und zu Sperrungen im Regionalverkehr führt. Betroffen sind vor allem Verbindungen im Raum München–Mühldorf sowie Arbeiten entlang der Achsen Rosenheim–Salzburg und Obertraubling–Passau.
Die Deutsche Bahn und ihre Netztochter DB InfraGO erneuern nach eigenen Angaben Gleise, Weichen, Oberleitungen und Stellwerkstechnik. Für die Dauer der Maßnahmen werden einzelne Fernzüge zeitweise umgeleitet; der Güterverkehr nutzt die Route über Mühldorf am Inn häufiger als üblich. Im Nahverkehr entfallen Verbindungen oder verkehren in ausgedünnten Takten, Abschnitte werden abschnittsweise voll gesperrt.
Die Südostbayernbahn setzt auf zentralen Linien Ersatzbusse ein. Betroffen sind insbesondere die Relationen der Linien RB 40, RB 42, RB 44, RB 45 und RB 46. Je nach Abschnitt verkehren Busse im Stundentakt, teils mit zusätzlichen Expresshalten. Die Fahrzeiten verlängern sich, Umstiege verschieben sich und einzelne Spät- und Frühverbindungen fallen aus. Der angepasste Baustellenfahrplan gilt teils bereits seit Mitte September; für die kommenden Wochen sind weitere Sperrfenster im Oktober und Spätherbst angekündigt.
Die Bayerische Eisenbahngesellschaft koordiniert die Verkehrsleistungen im Auftrag des Freistaats. Nach Angaben der Beteiligten sind die Ersatzkonzepte mit den Verkehrsverbünden abgestimmt. Ziel sei es, die wichtigsten Pendlerströme trotz der Eingriffe stabil zu bedienen und Knotenanschlüsse zu sichern. Dennoch sind Beeinträchtigungen unvermeidlich: Längere Reisezeiten, veränderte Abfahrtszeiten und zeitweise fehlende Direktverbindungen treffen vor allem Berufspendelnde und Schülerinnen und Schüler im Umland.
Aus Kommunen und Verkehrsverbünden kommt Kritik an der Belastung entlang der Umleitungsstrecken. Eingefordert werden zusätzliche Kapazitäten im Busersatzverkehr, klarere Kommunikation zu Sperrfenstern und eine engere zeitliche Abstimmung paralleler Großmaßnahmen. Die Deutsche Bahn verweist auf technische Notwendigkeiten gebündelter Baumaßnahmen und auf fortlaufende Information über Fahrplanänderungen in den Auskunftssystemen.
Für Reisende gilt: Kurzfristige Anpassungen bleiben möglich. Wer zwischen München, Rosenheim, Salzburg, Obertraubling, Passau und Mühldorf am Inn unterwegs ist, sollte Abfahrtszeiten vor Fahrtantritt erneut prüfen und längere Umsteigezeiten einplanen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).