Berlin

Bahn verbietet Alkohol ab heute am Berliner Hauptbahnhof und in Gesundbrunnen

Seit 1. September gilt an den Bahnhöfen Berliner Hauptbahnhof und Berlin Gesundbrunnen ein Alkoholkonsumverbot. Die Deutsche Bahn weitet die Regel bundesweit stufenweise aus.

Die Deutsche Bahn hat am 1. September ein Alkoholkonsumverbot an zwei weiteren großen Berliner Stationen eingeführt: am Berliner Hauptbahnhof und am Bahnhof Berlin Gesundbrunnen. Zeitgleich gelten die neuen Regeln auch an den Hauptbahnhöfen in Kiel und Braunschweig. Verboten ist der Konsum alkoholischer Getränke auf Bahnsteigen und in den Bahnhofshallen. Ausgenommen sind zugelassene Gastronomieflächen; das Mitführen verschlossener Flaschen bleibt erlaubt.

Der Konzern begründet die Ausweitung mit mehr Sicherheit für Reisende und Beschäftigte sowie mit dem Ziel, Vandalismus und Verschmutzung zu verringern. Das Alkoholkonsumverbot ist Teil einer stufenweisen Umsetzung, die bis zum 15. Oktober an rund 5.400 Bahnhöfen greifen soll. Bereits im Frühjahr hatte die Deutsche Bahn an ausgewählten Standorten begonnen, entsprechende Regeln einzuführen.

Durchsetzung und Kontrolle liegen nach Angaben des Unternehmens beim Sicherheitsdienst der Deutschen Bahn in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei. Bei Verstößen können Platzverweise und Hausverbote ausgesprochen werden; in wiederholten oder eskalierenden Fällen sind Anzeigen möglich. Das Hausrecht der Deutschen Bahn erstreckt sich auf die von ihr betriebenen Stationen und Flächen. Öffentliche Bereiche außerhalb des Bahnhofsgeländes sind nicht von dieser Regelung erfasst.

In Berlin betrifft die Änderung zwei der am stärksten frequentierten Umsteigepunkte der Stadt. Am Berliner Hauptbahnhof und in Berlin Gesundbrunnen sollen Hinweisschilder und Lautsprecherdurchsagen auf die neuen Regeln aufmerksam machen. Der Konzern kündigte an, die Präsenz von Sicherheitsteams in den ersten Wochen sichtbar zu erhöhen, um den Übergang zu begleiten.

Kritikerinnen und Kritiker verweisen auf mögliche Durchsetzungsprobleme und fordern begleitende Maßnahmen, darunter mehr Personal in den Abend- und Nachtstunden sowie Angebote der Sozialarbeit für stark alkoholabhängige Menschen. Befürworter erwarten dagegen, dass Konflikte und Störungen im Bahnhofsbereich abnehmen und sich das Sicherheitsgefühl der Reisenden verbessert. Konkrete Kennzahlen für die Erfolgskontrolle nannte die Deutsche Bahn in ihren Mitteilungen bislang nicht; ausgewertet werden sollen unter anderem gemeldete Vorfälle und Rückmeldungen von Beschäftigten.

Mit der nun gestarteten Erweiterung rückt die Bahn ihrem Ziel näher, einheitliche Regeln in allen Stationen durchzusetzen. Für Berlin heißt das: Wer künftig am Berliner Hauptbahnhof oder in Berlin Gesundbrunnen auf den Zug wartet, darf keinen Alkohol mehr trinken – unabhängig davon, ob es sich um Nah- oder Fernverkehr handelt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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