Baden-Württemberg

Karlsruher Institut für Technologie plant Rechenzentrum für künstliche Intelligenz mit Abwärmenutzung

Das Karlsruher Institut für Technologie bereitet auf dem Campus Nord ein neues Rechenzentrum für künstliche Intelligenz und wissenschaftliches Rechnen vor. Bund und Land Baden-Württemberg fördern das Vorhaben mit 24 Millionen Euro. Die Abwärme soll…

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) treibt die Planung für ein neues Rechenzentrum auf dem Campus Nord voran. Das Vorhaben soll Rechenkapazitäten für Anwendungen der künstlichen Intelligenz und für hochleistungsfähiges wissenschaftliches Rechnen bereitstellen. Nach Angaben der beteiligten Stellen stellen der Bund und das Land Baden-Württemberg insgesamt 24 Millionen Euro an Fördermitteln in Aussicht. Als Ziel für den Vollausbau nennt das KIT das Jahr 2029.

Vorgesehen ist ein Standort in der Nähe des bestehenden Blockheizkraftwerks auf dem Campus Nord in Karlsruhe. Die beim Betrieb der Server entstehende Abwärme soll in das lokale Wärmeversorgungskonzept eingespeist werden und damit einen Teil des Heizbedarfs benachbarter Universitätsgebäude decken. Das KIT verweist darauf, dass die Kopplung von Recheninfrastruktur und Wärmeversorgung den Energieverbrauch effizienter machen kann.

Fachleute betonen zugleich offene Punkte: Für die Wirksamkeit der Abwärmenutzung sind insbesondere das Temperaturniveau der Wärme, ihre saisonale Verfügbarkeit, die Wirtschaftlichkeit von Leitungsbau und Wärmeübergabe sowie die Abstimmung mit Netzbetreibern und kommunalen Wärmeversorgern entscheidend. Konkrete Leistungsdaten des Rechenzentrums, Angaben zur künftig nutzbaren Wärmemenge und belastbare Effizienzkennwerte liegen bislang nicht öffentlich vor.

Ein rechtsverbindlicher Baubeschluss sowie abschließende Genehmigungen stehen nach aktuellem Stand noch aus. Das genannte Zieljahr 2029 beschreibt den angestrebten Vollausbau, ohne dass damit bereits ein gesicherter Baubeginn verbunden ist. In den nächsten Schritten will das KIT die Vorplanung vertiefen, technische Konzepte zur Wärmeabgabe ausarbeiten, die Netzanschlüsse präzisieren und die vertragliche Sicherung der Fördermittel mit Bund und Land abschließen.

Das Projekt fügt sich in die breitere Debatte über den Ausbau der Rechenzentrumsinfrastruktur in Deutschland ein, insbesondere mit Blick auf steigenden Bedarf für Datenanalyse, Simulationen und das Training großer KI-Modelle. Zugleich steht die Branche unter dem Druck, ihren Energieeinsatz und die resultierenden Emissionen zu senken. Die geplante Abwärmenutzung am Campus Nord in Karlsruhe soll hier einen Beitrag leisten, dessen tatsächliche Wirkung sich jedoch erst nach Vorliegen detaillierter Planung und im Betrieb bewerten lässt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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