Regionen

Bankmitarbeiterin vereitelt weitere 20.000 Euro für falsche Handwerker in Heide

In Heide hat eine Bankmitarbeiterin die Polizei alarmiert, als ein 89-Jähriger weitere 20.000 Euro für angebliche Handwerker abheben wollte. Die Täter hatten einem Ehepaar zuvor bereits rund 19.500 Euro abgenommen. Ein Verdächtiger wurde festgenommen,…

Eine aufmerksame Bankmitarbeiterin hat in Heide im Kreis Dithmarschen die Übergabe weiterer 20.000 Euro an mutmaßliche Betrüger verhindert. Wie die Polizei am 2. September 2026 mitteilte, hatte ein 89-jähriger Mann die hohe Summe für zwei angebliche Handwerker abheben wollen. Die Beschäftigte wurde misstrauisch und informierte die Polizei, bevor das Geld übergeben werden konnte. Einsatzkräfte nahmen daraufhin einen Tatverdächtigen am Bankgebäude fest; ein zweiter Mann entkam zunächst.

Nach Angaben der Polizei hatten sich die beiden Täter zuvor an der Haustür eines älteren Ehepaars als Handwerker ausgegeben. Sie boten erst Gartenarbeiten an und setzten anschließend vermeintliche Reparaturen an der Garage durch. Für diese Leistungen verlangten sie ohne Rechnung hohe Barzahlungen. Das Ehepaar übergab im Verlauf bereits rund 19.500 Euro. Am folgenden Werktag forderten die Männer demnach weitere 20.000 Euro. Einer der mutmaßlichen Täter begleitete den 89-Jährigen zur Bank, wo der Abhebeversuch auffiel.

Die Polizei ermittelt wegen gewerbsmäßigen Betrugs. Zu Identität, Herkunft und möglichem Tatfahrzeug der Verdächtigen machte sie zunächst keine Angaben. Ob und in welchem Umfang die bereits gezahlten 19.500 Euro gesichert oder zurückerstattet werden können, ist offen und hängt vom Fortgang der Ermittlungen ab. Nach dem flüchtigen Beschuldigten wird gefahndet.

Die Behörden warnen erneut vor Haustürgeschäften und der Betrugsmasche mit angeblichen Handwerkern. Grundsätzliche Hinweise lauten: keine Barzahlungen ohne schriftliche und prüfbare Rechnung, keine Spontanaufträge an der Haustür, Ausweise und Firmenangaben unabhängig überprüfen und bei ungewöhnlich hohen Forderungen Angehörige oder die Polizei kontaktieren. Seriöse Unternehmen kündigen Arbeiten in der Regel an, schließen schriftliche Verträge und rechnen nicht ausschließlich in bar ab.

Der Fall reiht sich in ähnliche Delikte in Schleswig-Holstein und bundesweit ein, bei denen Täter gezielt ältere Menschen unter Zeitdruck setzen und mit angeblich dringenden Arbeiten oder Schäden argumentieren. Nach Darstellung der Polizei zielen die Forderungen häufig auf sofortige Bargeldübergaben, um nachvollziehbare Zahlungswege zu vermeiden. Präventionsangebote der Polizei und von Kommunen richten sich daher besonders an Seniorinnen und Senioren sowie deren Umfeld.

Das Ehepaar aus Heide wurde von der Polizei betreut. Weitere Auskünfte zu Gesundheitszustand oder persönlichen Daten erteilt die Behörde aus Opferschutzgründen nicht. Hinweise zu verdächtigen Beobachtungen im Umfeld des Tatorts erbittet die Polizei unter den bekannten Kontaktwegen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk