Kurzmeldung
In Erfurt haben frühere Mitglieder des Bündnisses Sahra Wagenknecht am 6. September 2026 die neue Partei Thüringen.Gerecht gegründet. Zur Vorsitzenden wählten die Gründungsmitglieder die frühere Landesvorsitzende und Finanzministerin Katja Wolf. Nach Angaben der Initiatoren erklärten mehrere Abgeordnete bereits zuvor ihren Austritt aus dem Bündnis, betonten aber, die Landesregierung weiter stützen zu wollen. Ziel der Neugründung sei es demnach, Rechtssicherheit für den Verbleib der Abgeordneten in Regierungsämtern und die Fortführung der Koalition zu schaffen.
Die Gründung erfolgte in zeitlicher Nähe zu einer Austrittswelle innerhalb des Landesverbandes. Nach Medienberichten hatten am 4. September 2026 zahlreiche Landtagsabgeordnete ihren Austritt aus dem Bündnis erklärt; die erneute Parteizugehörigkeit der Abgeordneten war damit unklar geworden. Die Initiatoren der neuen Partei erklärten, eine formell eingetragene Partei schaffe die Grundlage für eine neue Fraktionsorganisation im Landtag und mindere rechtliche Risiken für Mandats- und Finanzfragen.
Reaktionen aus dem Landtag fielen unterschiedlich aus: Ministerpräsident Mario Voigt (Christlich Demokratische Union) wertete die Klarheit über die politische Lage positiv, während der Bundesvorstand des Bündnisses Sahra Wagenknecht die Austritte kritisierte. Beobachter verwiesen darauf, dass Fragen zum Fortbestand der bisherigen Fraktion, zu Fraktionsrechten und zu Finanzierungsansprüchen nun juristisch geprüft werden müssten.
Die Gründerinnen und Gründer kündigten an, rasch Mitglieder aufnehmen und einen Parteitag einberufen zu wollen, um Organisation und Programm formal festzulegen. In vorläufigen Erklärungen nannten sie wirtschaftliche Stabilität, soziale Gerechtigkeit und bezahlbare Energie als zentrale Themen. Ob und wie schnell die neue Partei im Landtag eine eigene Fraktion bildet, hängt von weiteren formalen Schritten und möglichen rechtlichen Klärungen ab. Die berichteten Fakten wurden am 6. und 7. September 2026 von mehreren überregionalen Medien bestätigt.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).