Kurzmeldung
Die Zuckerfabrik Anklam im Landkreis Vorpommern-Greifswald hat am 7. September 2026 offiziell die Rübenkampagne 2026/27 begonnen. Nach Angaben der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern und regionaler Medien beliefern mehr als 300 Rübenanbauer den Standort. Die Verarbeitung der Ernte ist bis Ende Januar 2027 vorgesehen; genaue Laufzeiten hängen wie üblich von Wetter, Anliefermenge und Anlagenauslastung ab.
Für die aktuelle Saison melden Ressortvertreter und Unternehmen günstige Ausgangsbedingungen. Demnach könnte der Zuckerertrag pro Hektar erstmals die Marke von 15 Tonnen überschreiten. Im Vorjahr lag der Mittelwert bei rund 14,4 Tonnen pro Hektar. Grundlage dieser Einschätzungen sind Ernteprognosen sowie Laborwerte zum Zuckergehalt. Verlässliche Abrechnungs- und Ertragszahlen werden erst nach Abschluss der Kampagne vorliegen.
In Anklam werden die Rüben vor allem zu Weißzucker verarbeitet. Darüber hinaus produziert die Fabrik hochreines Bioethanol für industrielle Anwendungen sowie Biomethan, Futtermittel und Dünger aus Nebenprodukten. Das Unternehmen verweist auf Modernisierungen der vergangenen Jahre, unter anderem bei der Wasseraufbereitung und der Verwertung von Reststoffen. Mit Kampagnenstart steigt in der Region die saisonale Auslastung von Landwirtschaft, Transport und Industrie deutlich an.
Gleichzeitig bleibt das Marktumfeld herausfordernd. Branchenvertreter berichten von hohen Beständen auf dem europäischen und internationalen Markt sowie von anhaltend niedrigen Zuckerpreisen, die die Wirtschaftlichkeit belasten. Als zusätzlicher Unsicherheitsfaktor wird die in Deutschland diskutierte Steuer auf zuckergesüßte Getränke genannt. Diese Einschätzungen sind Bewertungen der Branche; sie ändern nichts an den grundsätzlich guten Ertragserwartungen im laufenden Anbaujahr.
Für Vorpommern-Greifswald bedeutet der Kampagnenbeginn mehrere Monate intensiver Logistik: Ernte, Zwischenlagerung und Anlieferung der Rüben werden eng mit der Fabrik abgestimmt. Die Verantwortlichen sehen in der regionalen Verarbeitung einen Vorteil für Wertschöpfung und Beschäftigung. Alle Angaben beziehen sich auf den Stand vom 7. September 2026; vollständige Ergebnisse der Rübenkampagne 2026/27 werden nach deren Ende veröffentlicht.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).