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Bauarbeiten am Bahnhof Lindau-Aeschach verzögern sich – Ersatzverkehr bis Anfang Oktober

Die Deutsche Bahn meldet am 23. Juli 2026 unerwartete Baugrundprobleme am Bahnhof Lindau-Aeschach; deshalb bleibt die Strecke bis Lindau voraussichtlich bis 4. Oktober 2026 für den Zugverkehr gesperrt, Ersatzbusse fahren zwischen Lindau-Reutin und Kressbronn.

Die Deutsche Bahn hat die laufenden Bauarbeiten am Bahnhof Lindau-Aeschach wegen unerwarteter baulicher Befunde verzögert; dies teilte die DB InfraGO am 23. Juli 2026 mit. Nach Angaben des Unternehmens wurden im Baugrund Altfundamente und ein instabiles Schotterbett entdeckt, weshalb kurzfristig zusätzliche Gleis- und Untergrundarbeiten notwendig wurden. Als Folge bleibt der Abschnitt bis Lindau bis voraussichtlich 4. Oktober 2026 gesperrt; für den Nahverkehr wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Lindau-Reutin und Kressbronn eingerichtet und verlängert. (Quellen: Deutsche Bahn, 23. Juli 2026; SWR, Stand 31. Juli 2026.)

Kern der Verzögerung sind laut DB die erforderliche Komplett-Erneuerung eines Bahnhofsgleises in Richtung Friedrichshafen und ergänzende Maßnahmen zur Stabilisierung des Gleisunterbaus. DB InfraGO begründete die Anpassung des Bauablaufs mit den neu entdeckten Altlasten im Boden und kündigte an, die Auswirkungen für Reisende gering halten zu wollen; eine vollständige Aktualisierung der Reiseauskunft erfolgte laut DB in den Tagen nach der Mitteilung. Die DB nennt für den gesamten Umbau des Bahnhofs Lindau-Aeschach als Ziel den Abschluss zum Fahrplanwechsel im Dezember 2027; das Investitionsvolumen beträgt nach DB-Angaben über 20 Millionen Euro.

Regionale Verkehrsverbünde und grenzüberschreitende Akteure kritisierten insbesondere die Kurzfristigkeit der Verlängerungsankündigung. Der bodo-Verkehrsverbund und die 4 Länder Mobil GmbH beanstandeten, dass zahlreiche Haltepunkte entlang des Bodensees technisch anfahrbar blieben, aber zunächst nicht bedient wurden; nach Interventionen wurden ab dem 10. August 2026 wieder Zughalte in Nonnenhorn, Wasserburg und Enzisweiler ermöglicht, wodurch sich der Umfang des Ersatzverkehrs verringerte. Die Kritik richtet sich vor allem gegen die Planbarkeit großer Baustellen im Schienennetz und die Qualität kurzfristiger Ersatzkonzepte für Pendler, Grenzgänger und touristische Verkehre.

Für Fahrgäste bedeutet die Sperrung längere Reisezeiten, Verlagerungen auf Busse sowie mögliche Einbußen in der Fernverkehrsverbindung (beispielsweise auf Relationen Richtung Innsbruck). Verantwortlich für Auskunft und laufende Anpassungen sind DB InfraGO und die DB-Reiseauskunft; Reisende wurden gebeten, konkrete Verbindungen vor Antritt über die tagesaktuellen Auskünfte zu prüfen. Rechtliche oder haushaltsrechtliche Folgen für das Projekt wurden von DB und den beteiligten Behörden bislang nicht beziffert; die DB kündigte an, Möglichkeiten zur Beschleunigung zu prüfen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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