Bayern

Bayern drängt wegen mehr Langsamfahrstellen auf Masterplan der Deutschen Bahn

Verkehrsminister Christian Bernreiter kritisiert die wachsende Zahl von Langsamfahrstellen im Freistaat und fordert von der Deutschen Bahn einen verbindlichen Instandhaltungs- und Baustellenplan.

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter hat am 26. August 2026 die Deutsche Bahn wegen der Zunahme von Langsamfahrstellen im Freistaat scharf kritisiert und einen verbindlichen Masterplan für Instandhaltung, Baustellenkoordination und transparente Kommunikation gefordert. Die Einschränkungen minderten die Leistungsfähigkeit des Nah- und Regionalverkehrs und führten zu planbaren Verspätungen, sagte Bernreiter gegenüber BR24.

Als Langsamfahrstellen gelten temporäre Geschwindigkeitsbeschränkungen aus Sicherheits- oder Zustandsgründen der Infrastruktur. Nach Angaben der Deutschen Bahn und ihrer Infrastruktursparte DB InfraGO treten solche Beschränkungen regelmäßig auf, etwa im Zuge von Bauarbeiten, Prüfungen oder bei festgestelltem Verschleiß. Aus Konzernberichten geht hervor, dass infrastrukturell bedingte Einschränkungen das Netz in mehreren Regionen belasten; die Bundesnetzagentur analysiert deren Auswirkungen auf Pünktlichkeit und Kapazität in ihren Fachveröffentlichungen. Konkrete Zahlen zu einzelnen Streckenabschnitten in Bayern wurden am Dienstag nicht flächendeckend genannt.

Der Vorstoß aus München folgt auf eine Serie regionaler Störungen und Baustellen, die zuletzt zu Einschränkungen führten. Aus dem Allgäu und aus Schwaben wurden wiederholt Langsamfahrstellen gemeldet, die auch nach Bauphasen teils andauerten. Für Pendler bedeuten sie längere Fahrzeiten und eine geringere Taktstabilität; Verkehrsunternehmen verweisen auf die erschwerte Planung von Umläufen und Anschlüssen.

Zuständig für Planung und Betrieb der Schienenwege ist DB InfraGO; Finanzierung und Mitsteuerung der Infrastruktur betreffen Bund und Länder. Aus dem bayerischen Verkehrsministerium heißt es, der geforderte Masterplan solle Prioritäten, Zeitachsen und Kriterien für die Aufhebung von Langsamfahrstellen klar benennen und mit den Zielen des Deutschlandtakt verzahnen. Zudem fordert Bayern engere Abstimmungen über Sperrpausen und eine frühzeitigere Information der Aufgabenträger im Schienenpersonennahverkehr.

Die Deutsche Bahn verweist in Stellungnahmen grundsätzlich auf laufende Sanierungs- und Erneuerungsprogramme sowie auf Sicherheitsprüfungen, die Geschwindigkeitsbeschränkungen bis zur Mängelbeseitigung erforderlich machen. Termine für die Aufhebung einzelner Langsamfahrstellen werden nicht immer veröffentlicht, da sie von Baufortschritt, Ressourcen und Prüfintervallen abhängen.

Politisch richtet sich der Druck auch an den Bund, zusätzliche Planungskapazitäten und verlässliche Finanzierungszusagen für Engpassbeseitigungen bereitzustellen. Aus dem Freistaat wird eine engere Verzahnung von Landesprogrammen mit den Maßnahmen der Deutschen Bahn angekündigt. Für konkrete Streckenabschnitte und Zeitpläne sollen die beteiligten Stellen schriftliche Übersichten vorlegen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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