Nach einem Cyberangriff auf die Stadtverwaltung ist die IT der Stadt Eichstätt seit dem Wochenende weitgehend außer Betrieb. Die Stadt schaltete am 12. Oktober 2026 vorsorglich alle lokalen Server ab, nachdem Beschäftigte Störungen bemerkt hatten. Das Landeskriminalamt Bayern und die Zentralstelle Cybercrime Bayern haben die Ermittlungen übernommen. Nach übereinstimmenden Mitteilungen der Stadt Eichstätt und Berichten aus Bayern sollen erhebliche Datenmengen von den Systemen kopiert worden sein. Welche Daten konkret betroffen sind, ist bislang nicht offiziell beziffert.
Rathaus und Außenstellen bleiben vorerst für den Publikumsverkehr geschlossen. Der E‑Mail‑ und Telefonverkehr war zeitweise unterbrochen. Die Stadt richtete eine Notfallhotline ein und setzte einen Krisenstab ein, der die schrittweise Wiederinbetriebnahme der Dienste koordiniert. Nach Angaben der Stadtverwaltungen liegen regelmäßige Datensicherungen vor; die technische Wiederherstellung wird vorbereitet.
Die Ermittler prüfen Hinweise auf einen Erpressungsversuch. Konkrete Aussagen zu möglichen Tätern oder zur Einordnung in bekannte Angriffsmuster liegen derzeit nicht vor. Die Stadt Eichstätt und die Strafverfolger warnen Bürgerinnen und Bürger vor betrügerischen E‑Mails oder Anrufen im Zusammenhang mit dem Vorfall und raten zu besonderer Vorsicht bei ungewöhnlichen Zahlungsaufforderungen.
Fest steht nach derzeitigem Stand: Der Vorfall wurde am 12. Oktober 2026 entdeckt, die Server der Stadt wurden abgeschaltet, und die zuständigen Ermittlungsbehörden in Bayern arbeiten am Fall. Offene Punkte betreffen den genauen Umfang des Datenabflusses, die Art der kompromittierten Informationen und die Zahl potenziell betroffener Personen. Diese Fragen sollen forensisch geklärt werden.
Der Angriff reiht sich in eine Serie von Fällen ein, die die Verwundbarkeit kommunaler Infrastrukturen in Bayern und darüber hinaus sichtbar machen. Aus dem Vorfall ergeben sich vorrangig praktische Konsequenzen für die Stadtverwaltung: Priorität hat die Wiederherstellung zentraler Basisdienste und der Schutz sensibler Bestandsdaten. Über weitergehende Schlussfolgerungen, etwa zu künftigen Sicherheitsstandards, wird erst nach Abschluss der ersten Analysen zu sprechen sein.
Die Stadt bittet darum, bis zur vollständigen Stabilisierung der Systeme von nicht zwingend erforderlichen Anliegen abzusehen und offizielle Hinweise zu beachten. Sobald gesicherte Informationen zum Umfang des Datenabflusses vorliegen, sollen diese veröffentlicht werden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).