Die Stadtverwaltung Eichstätt hat am 12. Oktober 2026 einen Cyberangriff auf ihre IT-Systeme bestätigt. Aus Sicherheitsgründen wurden zentrale EDV-Systeme vom Netz genommen. Das Rathaus und mehrere Außenstellen bleiben bis auf Weiteres für den Parteiverkehr geschlossen; die E-Mail-Kommunikation der Verwaltung ist vorübergehend nicht erreichbar. Die Stadt kündigte für dringende Anliegen ab dem 13. Oktober eine zentrale Telefonnummer an.
Nach Angaben der Stadt arbeitet die Verwaltung seit dem Bekanntwerden des Vorfalls am Montagmorgen eng mit der Polizei und dem Landeskriminalamt zusammen. Forensische Untersuchungen laufen. Ob und in welchem Umfang Daten abgeflossen sind, ist derzeit offen. Konkrete technische Details – etwa zur Art der Schadsoftware oder zu kompromittierten Systembereichen – wurden bislang nicht veröffentlicht.
Betroffen ist auch die E-Mail-Erreichbarkeit des Heilig-Geist-Spitals, das zur Stadt gehört. Nach städtischer Mitteilung funktionieren andere Kontaktwege der Einrichtung weiter. Die Stadtwerke Eichstätt seien nicht von dem Vorfall betroffen und arbeiten regulär.
Die Stadtverwaltung rät Bürgerinnen und Bürgern zu erhöhter Vorsicht gegenüber Nachrichten, die vermeintlich aus der Verwaltung stammen, insbesondere bei Rechnungen, Zahlungsaufforderungen oder Dateianhängen. Eine Echtheitsprüfung über bekannte Telefonnummern und alternative Kontaktwege wird empfohlen, bis die regulären Kanäle wieder zuverlässig erreichbar sind.
Cyberangriffe auf Kommunalverwaltungen treten seit einigen Jahren häufiger auf. In vergleichbaren Fällen in Deutschland dauerte die Wiederherstellung von Diensten und die forensische Aufklärung teils Tage bis Wochen. Priorität hat in der Regel die Eindämmung, die Sicherung von Beweisen und die Einhaltung möglicher Meldepflichten nach Datenschutzrecht. Welche Dienstleistungen in Eichstätt in welcher Reihenfolge wieder zur Verfügung stehen, lässt sich nach heutigem Stand nicht absehen. Die Stadt kündigte an, über weitere Entwicklungen zu informieren, sobald Kommunikationswege stabil verfügbar sind.
Gesichert ist die vorsorgliche Abschaltung zentraler EDV-Systeme, die Schließung des Rathauses für den Parteiverkehr und die Einbindung von Polizei und Landeskriminalamt. Unklar bleibt, ob Angreifer Zugang zu personenbezogenen Daten hatten. Eine Bewertung des Schadensausmaßes ist erst nach Abschluss zentraler Analysen möglich.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).