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Beichtstuhl am Straßenrand in Bad Dürrheim: Besitzer erklärt Fund und Absicht

Ein historisch wirkender Beichtstuhl an der Scheffelstraße in Bad Dürrheim sorgt seit Mitte August für Gesprächsstoff. Der Besitzer Axel Buchner nennt die Aufstellung einen privaten Gag und betont, es handle sich nicht um ein…

Seit Mitte August 2026 steht an der Scheffelstraße in Bad Dürrheim (Schwarzwald-Baar-Kreis) ein alter Beichtstuhl am Straßenrand und zieht Passanten an. Der Mann, der ihn dorthin gestellt hat, ist nach übereinstimmenden Berichten lokaler Medien der ortsansässige Schreiner Axel Buchner. Gegenüber SWR Aktuell schilderte er, er habe das Möbelstück bei einem Auftrag in Nenzingen entdeckt, vor der Entsorgung bewahrt und anschließend vor seinem Haus platziert. Ein Schild mit der Aufschrift „Beichtstuhl geöffnet“ gehört zur Inszenierung.

Buchner ordnet die Aufstellung ausdrücklich als privaten Spaß ein. Es gebe keine Seelsorge, keinen Geistlichen und keinen Bezug zu kirchlichen Beichtzeiten, sagte er dem SWR. Manch Neugierigen habe er auf ein Bier oder einen Schnaps eingeladen; ein religiöses Angebot sei damit nicht verbunden. Wie lange der Beichtstuhl bleibt, ließ Buchner offen und sprach von „noch ein paar Wochen“.

Die ungewöhnliche Aufstellung berührt auch Fragen des öffentlichen Raums. Längere Platzierungen von Gegenständen auf Gehwegen können grundsätzlich ordnungsrechtlich relevant sein. Nach Recherchen von SWR Aktuell und dem Schwarzwälder Bote lagen bis zum Stichtag 24. August 2026 keine Hinweise auf ein Einschreiten der Stadtverwaltung Bad Dürrheim vor. Eine rechtliche Bewertung blieb damit zunächst der Behörde vorbehalten.

Medienberichte ordnen den Fall zudem in einen breiteren Kontext ein: Immer wieder tauchen sakrale Gegenstände außerhalb ihres ursprünglichen Zweckes auf – sei es durch Umnutzung, künstlerische Interventionen oder schlicht als Fundstücke aus Altbeständen. Der Bad Dürrheimer Beichtstuhl ist in diesem Sinne vor allem ein öffentlich sichtbares Möbel mit Symbolwert, nicht jedoch Teil eines kirchlichen Projekts. Konkrete Hinweise auf eine Mitwirkung einer örtlichen Pfarrei oder anderer kirchlicher Stellen liegen den genannten Medien nicht vor.

Gesichert sind damit Ort und Zeitpunkt der Aktion, die namentliche Einordnung des Besitzers sowie die Distanzierung von einem religiösen Angebot. Offen bleibt, ob und wann die Stadtverwaltung reagiert oder ob der Beichtstuhl in absehbarer Zeit wieder verschwindet. Für weitergehende Auskünfte wären behördliche Stellungnahmen maßgeblich.

Hinweis zur Quellenlage: Die Angaben beruhen auf Berichten von SWR Aktuell vom 24. August 2026 und dem Schwarzwälder Bote vom 18. August 2026.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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