Kurzmeldung
Berlin und Brandenburg haben die seit Mitte August geltenden Ausnahmen vom Sonn‑ und Feiertagsfahrverbot für Lastkraftwagen wegen der anhaltend niedrigen Pegelstände auf den Binnenschifffahrtsstraßen verlängert. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt in Berlin sowie das brandenburgische Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung bestätigten am 26. August 2026, dass die zunächst bis zum 31.
August befristeten Regelungen fortgeführt werden. Für Berlin wurde die Geltungsdauer nach Angaben der Verwaltung bis Ende September 2026 ausgeweitet; Brandenburg folgt einer vergleichbaren Frist in Absprache mit der Berliner Verwaltung.\n\nDie Ausnahmen bleiben eng begrenzt: Sie gelten ausschließlich für geschäftsmäßige oder entgeltliche Transporte, die unmittelbar oder mittelbar im Zusammenhang mit den Folgen des Niedrigwassers stehen und als Ersatzverkehre fungieren, weil Binnenschiffsverkehre nicht in vollem Umfang möglich sind. Nicht vom Erlass erfasst sind reguläre Sonntagsverkehre ohne Niedrigwasser‑Bezug.
Die Verfügungen sind widerruflich und sollen aufgehoben werden, sobald sich die Lage auf den betroffenen Wasserstraßen entspannt und Schifffahrtskapazitäten wieder zur Verfügung stehen.\n\nZiel der Maßnahme ist laut Behördenangaben, kurzfristige Lieferengpässe zu vermeiden und die Versorgungssicherheit zu stabilisieren, ohne das Prinzip des Sonn‑ und Feiertagsfahrverbots grundsätzlich in Frage zu stellen. Parallel betonten die Verwaltungen, dass die Ausnahmen mit flankierenden Maßnahmen begleitet werden sollen: Vermeidung unnötiger Fahrten, Abstimmung mit Bahninteressen und eine transparente Prüfung der Bewilligungen.\n\nUmwelt‑ und Verkehrsverbände mahnen, die Ausnahmen streng zu begrenzen und ihre Wirkung auf Lärm, Emissionen und Verkehrssicherheit zu überwachen. Betroffene Transportunternehmen werden aufgefordert, die jeweils aktuellen Hinweise der zuständigen Landesbehörden zu beachten, da Anpassungen kurzfristig möglich sind.
Die Verlängerung reagiert auf eine außergewöhnliche Wettersituation im Spätsommer 2026; eine bundesweit einheitliche Lösung liegt derzeit nicht vor.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).