Berlin

Berliner Linke will auf Parteitag Aufnahme von Sondierungsgesprächen mit Sozialdemokratischer Partei und Grünen prüfen

Die Berliner Partei Die Linke entscheidet am 25. September 2026 auf einem außerordentlichen Landesparteitag, ob sie Gespräche mit der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und Bündnis 90/Die Grünen aufnehmen lässt.

Kurzmeldung

Die Berliner Partei Die Linke beschließt am 25. September 2026 auf einer außerordentlichen Tagung des 10. Landesparteitags in der Veranstaltungshalle FMP1 am Franz-Mehring-Platz, ob sie die Sozialdemokratische Partei Deutschlands und Bündnis 90/Die Grünen zu Sondierungsgesprächen einlädt. Der Landesvorstand hat den Delegierten empfohlen, der Vorlage zur Aufnahme von Sondierungen zuzustimmen. Die Entscheidung ist formal: Ein Ja würde die Ermächtigung für Vorgespräche bedeuten, keine bereits abgeschlossenen Koalitionsvereinbarungen.

Sondierungen dienen nach Angaben der beteiligten Akteure dazu, Schnittmengen in zentralen Politikfeldern wie Haushalt, Wohnungspolitik, Verkehr und Sozialpolitik auszuloten. Konkrete Ressortverteilungen oder verbindliche Kompromisse würden erst in späteren Koalitionsverhandlungen festgelegt, falls Sondierungen zu hinreichender Übereinstimmung führen. Terminabsprachen zwischen den Parteien standen bis zum Beginn des Parteitags noch aus.

Die Tagung folgt auf die Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin am 20. September 2026, bei der Die Linke gemäß vorläufigen Ergebnissen als stärkste Partei hervorging. Dieses Ergebnis eröffnet Optionen für eine linksgeführte Mehrheit mit SPD und Grünen und macht zugleich politische Erwartungsdruck bezüglich zentraler Wahlversprechen sichtbar: Begrenzung steigender Mieten, beschleunigter kommunaler Wohnungsbau, Investitionen in soziale Infrastruktur und kluge finanzpolitische Leitplanken werden als Prioritäten genannt.

Innerhalb der Partei gibt es unterschiedliche Positionen zum Tempo und zur Reichweite möglicher Projekte. Einige Mitglieder fordern frühzeitige Festlegungen etwa in der Miet- und Wohnungspolitik; andere plädieren für Verhandlungsflexibilität, um mehrheitsfähige Lösungen im Abgeordnetenhaus zu ermöglichen. Auch zwischen Sozialdemokraten und Grünen werden unterschiedliche Akzente in Finanz- und Verkehrspolitik erwartet.

Wenn die Delegierten der Aufnahme von Sondierungen zustimmen, könnten diese Gespräche bereits in der Woche nach dem Parteitag beginnen. Der formale Weg zu einem neuen Senat würde aber erst über anschließende Koalitionsverhandlungen und die Zustimmung der Parteigremien sowie einen bestätigten Koalitionsvertrag führen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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