Die Polizei Berlin hat am 25. August 2026 erneut auf Schwierigkeiten bei der Besetzung ihres Nachwuchses hingewiesen. In einem Beitrag der rbb24 Abendschau schilderte die Behörde, dass weiterhin zu wenige Bewerberinnen und Bewerber die Anforderungen der Auswahlverfahren erfüllen. Besonders häufig seien Defizite bei sprachlichen Prüfungen ausschlaggebend. Mehrere Einstellungskohorten hätten deshalb weniger geeignete Anwärter erreicht als geplant.
Polizeipräsidentin Barbara Slowik erklärte dem Sender zufolge, der Engpass resultiere nicht aus mangelndem Interesse am Beruf, sondern aus dem Anteil der Bewerbungen, die die Eignungskriterien verfehlen. Zu den Hürden zählen das schriftliche Diktat, computergestützte Eignungstests und der Sporttest. Nach übereinstimmenden Medienberichten und früheren Behördenangaben ist vor allem der Deutschtest ein häufiges Ausscheidungskriterium. Konkrete neue Beschlüsse zur Abhilfe wurden am Dienstag nicht mitgeteilt.
Hintergrund ist ein struktureller Bedarf: In den kommenden Jahren scheiden zahlreiche Beamtinnen und Beamte altersbedingt aus. Die Polizei Berlin hat daher Ausbildungs- und Studienkapazitäten an der Polizeiakademie ausgebaut. Gleichzeitig konkurriert sie auf einem engen Arbeitsmarkt mit anderen öffentlichen und privaten Arbeitgebern. Rechts- und Verwaltungsvorgaben setzen der Absenkung von Auswahlstandards enge Grenzen; die Kriterien sollen Eignung, Befähigung und fachliche Leistung sichern.
Die Senatsverwaltung für Inneres und die Polizeiführung nennen seit Längerem mehrere Handlungsoptionen. Dazu gehören gezieltere Ansprache potenzieller Interessenten, mehr Präsenz an Schulen und Hochschulen, eine stärkere Sichtbarkeit in sozialen Medien sowie ergänzende Sprachförderangebote im Vorfeld von Auswahltests. Diskutiert werden zudem organisatorische Anpassungen im Auswahlverfahren, ohne die inhaltlichen Anforderungen zu senken. Die rbb24 Abendschau berichtete, dass entsprechende Maßnahmen punktuell laufen; eine umfassende Neuaufstellung ist bislang nicht beschlossen.
Kurzfristig können unbesetzte Ausbildungsplätze die Personaldecke in Revieren und Spezialeinheiten belasten. Mittel- bis langfristig hängt die Einsatzstärke davon ab, ob es gelingt, die Zahl der geeigneten Bewerber zu erhöhen, ohne die Qualitätsmaßstäbe der Ausbildung zu unterlaufen. Prognosen über die Wirkung einzelner Maßnahmen bleiben vorläufig; die Senatsverwaltung für Inneres verweist auf laufende Prüfungen.
Die Darstellung deckt sich im Kern mit früheren Berichten über hohe Durchfallquoten in sprachbezogenen Teilen der Auswahltests. Überregionale Medien wie die Tagesschau hatten bereits 2026 entsprechende Tendenzen erläutert. Der aktuelle Anlass ist die erneute Bestätigung dieser Entwicklung durch die Polizei Berlin am 25. August 2026.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).