Kurzmeldung
Am Ginsheimer Altrheinufer (Stadt Ginsheim-Gustavsburg, Kreis Groß-Gerau) sorgt seit Mai 2026 ein neu eingerichteter Radwegabschnitt mit sogenannten Bumpern und Markierungen für unterschiedliche Reaktionen. Die Maßnahme ist Teil einer befristeten Teststrecke, die laut beteiligten Stellen rund ein Jahr erprobt werden soll. Ziel ist es, Konflikte zwischen schnellen Radfahrenden und Fußgänger:innen zu verringern und Rad- und Fußweg sichtbarer zu trennen.\n\nDas Konzept geht auf eine Bachelorarbeit eines Studierenden der Hochschule Darmstadt zurück; Professor Jürgen Follmann wird als Betreuer genannt.
Nach Angaben aus Berichten vor Ort nutzen an sonnigen Tagen mehrere hundert Radfahrende die Strecke — Verkehrszähler geben einen Anhaltswert von etwa 800 Fahrrädern pro Tag für den Bereich an.\n\nKritik richtet sich vor allem gegen die Bumper selbst und die bisher unvollständige Ausstattung der Teststrecke. Weil nicht alle geplanten Schwellen und seitlichen Begrenzungen eingebaut sind, umfahren manche Radfahrende die Bumper seitlich und fahren dann auf Bereichen, die eigentlich für Fußgänger:innen vorgesehen sind. Das führt nach Schilderungen Betroffener zu neuen Gefährdungspunkten und zu einer Häufung von Beschwerden an das Rathaus.
Bürgermeister Thorsten Siehr (SPD) sagte gegenüber der Berichterstattung, die Stadt habe rund 30 bis 40 Zuschriften erhalten und nehme die Rückmeldungen ernst.\n\nDie Stadt betont zugleich, dass die Maßnahme als Versuch angelegt ist: Sichtbare Probleme und Nutzer-Feedback seien Teil der Evaluation. Lieferengpässe haben den vollständigen Einbau verzögert; fehlende Elemente sollen nachgeliefert werden. Nach Abschluss der Testphase ist eine Auswertung geplant, die aufzeigen soll, welche Anpassungen nötig sind oder ob eine dauerhafte Umsetzung sinnvoll ist.\n\nSolange die Teststrecke noch nicht vollständig installiert ist, empfehlen Stadt und zuständige Stellen erhöhte Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme auf dem Altrheinufer, besonders an Wochenenden mit hohem Fuß- und Radverkehr.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).