Kultur

Bund gibt 17,5 Millionen Euro für Sanierung der Gedächtniskirche in Berlin

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat in Berlin den Baustart an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche begleitet und eine Bundesförderung von 17,5 Millionen Euro im Rahmen der Kulturbauten-Initiative bestätigt.

Der Bund stellt für die Sanierung der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin 17,5 Millionen Euro bereit. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, kündigte die Förderung am 27. August 2026 bei einem Pressetermin zum Baustart an. Die Mittel sind Teil der Kulturbauten-Initiative des Bundes und wurden vom Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages bewilligt.

Im Mittelpunkt stehen die denkmalgerechte Instandsetzung der Nachkriegsbauten von Egon Eiermann und Arbeiten an der Turmruine, die als Mahnmal gegen Krieg und Gewalt gilt. Gefördert werden unter anderem konstruktive Sicherungen, Fassaden- und Verglasungsarbeiten sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur für Besucherinnen und Besucher. Diese Kombination aus Substanzerhalt und Besucherinfrastruktur folgt der Logik der Kulturbauten-Initiative, die auf bauliche Sicherung, Vermittlung und nachhaltige Nutzung national bedeutsamer Orte ausgerichtet ist.

Zur Gesamtfinanzierung tragen nach Angaben der Träger neben dem Bund auch das Land, die Stiftung Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche und weitere Drittmittelgeber bei. Damit greift der in Bund-Länder-Vorhaben etablierte Kofinanzierungsansatz: Der Bund übernimmt Verantwortung für herausragende Kulturdenkmäler von gesamtstaatlicher Bedeutung, die laufende Umsetzung und Bewirtschaftung verbleiben jedoch bei den Trägern vor Ort.

Weimer bezeichnete die Kirche als Herzstück der deutschen Erinnerungskultur. Der Bau vermittle die wechselvolle Geschichte des Landes und eröffne Räume für Sammlung, Dialog und Bildung. Mit der Unterstützung wolle der Bund dazu beitragen, die Substanz des Ensembles zu sichern und seine öffentlichen Funktionen langfristig zu erhalten. Das umfasst neben dem Gedenken an die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg auch die fortlaufende Bildungsarbeit am historischen Ort.

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche ist eines der bekanntesten Wahrzeichen von Berlin. Nach der Zerstörung blieb die Turmruine als Gedenkstätte erhalten; in den 1960er Jahren ergänzte Egon Eiermann das Ensemble um den sechseckigen Neubau der Kirche und das freistehende Glockenturmgebäude mit markanten Wabenfassaden. Die nun beginnenden Arbeiten dienen der baulichen Sicherung und der konservatorischen Erhaltung dieser Bauten.

Für Besucherinnen und Besucher sind während der Sanierung zeitweise Einschränkungen zu erwarten. Die Verantwortlichen betonen zugleich, dass der Betrieb der Gedenk- und Bildungsangebote so weit wie möglich fortgeführt wird. Konkrete Zeitpläne für einzelne Bauphasen und für die Fertigstellung werden nach Abschluss anstehender Vergabeverfahren veröffentlicht. Die Förderentscheidung des Bundes datiert vom 27. August 2026 und gilt als gesichert; der weitere Planungsverlauf bestimmt den Umsetzungsrahmen.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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