Kurzmeldung
Am 4. September 2026 überreichten Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt in Gotha einen symbolischen Scheck über 110 Millionen Euro für die Sanierung von Schloss Friedenstein. Bund und Freistaat finanzieren das Paket demnach zu gleichen Teilen; der bewilligte Zuwendungsbescheid ermöglicht unmittelbar den Start der nächsten Baumaßnahmen an dem denkmalgeschützten Ensemble.
Im Mittelpunkt steht laut Mitteilung die Sanierung des Westflügels, die für die museale Nutzung durch die Friedenstein Stiftung Gotha vorbereitet wird. Als nächster Bauabschnitt sind ab 2027 Arbeiten am Ostturm mit Teilen des Ostflügels geplant. Ziel der Förderungen ist es, die historische Bausubstanz dauerhaft zu sichern und zugleich die Voraussetzungen für Museum, Forschungsbibliothek und Besucherinnen und Besucher zu verbessern. Dazu gehören denkmalgerechte Instandsetzungen, die Modernisierung technischer Infrastruktur sowie Maßnahmen zur Barrierefreiheit.
Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, als Eigentümerin des Ensembles, hatte bereits frühere Teilprojekte durchgeführt und dokumentiert abgeschlossene Arbeiten im Nord- und Westbereich sowie vorbereitende statische Untersuchungen. Die jetzige Zuweisung fasst das Fördervolumen zusammen und schafft Planungssicherheit für die weitere Projektreihe im Rahmen des Sonderinvestitionsprogramms der Stiftung.
Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Institutionen hoben bei der Übergabe die Bedeutung des Schlosses als Forschungs- und Kulturstandort hervor: Neben musealen Ausstellungen soll auch die Forschungsbibliothek dauerhaft bessere Arbeitsbedingungen erhalten. Die am selben Tag eröffnete Ausstellung „Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke“ im Herzoglichen Museum wurde in der Mitteilung als Beispiel dafür genannt, wie verbesserte Gebäudestrukturen künftige Großausstellungen unterstützen können.
Die Übergabe am 4. September 2026 markiert damit einen planbaren Finanzierungsschritt für ein langfristiges Sanierungsprojekt, das historische Erhaltungsaufgaben mit nutzungsorientierten Modernisierungen verbindet.
Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).