Politik

Bundesfilmförderung 2026: 250 Millionen Euro ausgeschöpft – Bund meldet Rekordjahr

Die Bundesregierung berichtet am 21. August 2026: Die für die wirtschaftliche Bundesfilmförderung vorgesehenen 250 Millionen Euro sind aufgebraucht; auf Bundesebene wurden so viele Produktionen gefördert wie nie.

Die Bundesregierung meldet am 21. August 2026 ein Rekordjahr der Bundesfilmförderung: Die für die wirtschaftliche Filmförderung im Bundeshaushalt 2026 bereitgestellten 250 Millionen Euro sind nach Angaben des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Wolfram Weimer, bereits ausgeschöpft. Auf Bundesebene seien 2026 so viele Film- und Serienproduktionen gefördert worden wie noch nie.

Die Mittel sind damit schneller verplant als in früheren Jahren – obwohl der Ansatz 2026 nahezu doppelt so hoch ist wie 2025. In Regierungsunterlagen ist von einem Filmbooster die Rede, der die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandorts erhöhen soll. Zentral ist dabei die auf 30 Prozent festgelegte Förderintensität der in Deutschland anfallenden Produktionsausgaben; sie koppelt die Unterstützung an reale Wertschöpfung im Land und soll Projekte planbar kalkulierbar machen.

Nach Regierungsangaben werden in den Jahren 2025 und 2026 allein im Bereich der wirtschaftlichen Filmförderung zusammen mehr als 350 Film- und Serienprojekte ermöglicht. Für kulturelle und wirtschaftliche Filmförderung zusammen nennt die Bundesregierung für beide Jahre ein Volumen von mehr als 530 Millionen Euro. Hintergrund ist der seit 2025/2026 vollzogene Ausbau zentraler Instrumente wie des Deutscher Filmförderfonds (DFFF) und des German Motion Picture Fund (GMPF). Darüber hinaus hat das Bundeskabinett im Frühjahr 2026 eine Investitionsverpflichtung für Mediendienste beschlossen, die zusätzliche private Investitionen in Produktionen in Deutschland anstoßen soll. Diese Einordnungen geben die Sicht der Bundesregierung wieder.

Zuständig für die strategische Steuerung der Bundesfilmförderung ist die Bundesregierung über den Beauftragten für Kultur und Medien. Die Ausgestaltung erfolgt über Programme wie DFFF und GMPF, die die genannten Fördersätze und Anforderungskriterien in der Praxis umsetzen. Mit der Aufstockung im Bundeshaushalt 2026 und der schnellen Mittelbindung setzt die Bundesregierung ein politisches Signal zugunsten des Filmstandorts.

Branchenreaktionen fallen gemischt aus. Verbände begrüßen die höhere Planbarkeit und den Mittelaufwuchs, kritisieren jedoch Engpässe und Aspekte der Vergabepraxis und befürchten, dass die starke Nachfrage zu restriktiveren Kriterien führen könnte. Produzenten verweisen darauf, dass Mittel von Bund und Ländern, die Arbeit der Filmförderungsanstalt und die Auftragsvergabe der öffentlich-rechtlichen Sender eng aufeinander abgestimmt bleiben müssen, um Verwerfungen zu vermeiden. Welche Effekte die aktuelle Förderlage konkret auf Produktionsentscheidungen, Beschäftigung und internationale Koproduktionen haben wird, lässt sich derzeit nicht belastbar beziffern. Entscheidend sind die weitere Umsetzung in DFFF und GMPF, die Ausgestaltung der Investitionsverpflichtung für Mediendienste sowie der nächste Bundeshaushalt 2027.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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