Bundeskanzler Friedrich Merz hat am 6. Oktober 2026 zum dritten Jahrestag des Terrorangriffs der Hamas auf Israel die Solidarität Deutschlands mit Israel bekräftigt. Er erinnerte an die Opfer des 7. Oktober 2023, sprach von „monströsen und barbarischen Taten“ und mahnte zugleich, den Einsatz für eine politische Lösung und anhaltende Deeskalation fortzuführen. Neue Maßnahmen kündigte er in seiner Ansprache nicht an.
Die Erklärung ordnet sich in die seit 2023 verfolgte Linie der Bundesregierung ein: Sie betont das Existenzrecht Israels und die Sicherheit seiner Bürgerinnen und Bürger, dringt zugleich auf die Beachtung des humanitären Völkerrechts und auf den Schutz der Zivilbevölkerung. Diese Doppelstrategie spiegelt sich in Äußerungen der Bundesregierung und begleitenden diplomatischen Kontakten mit Israel und regionalen Partnern wider.
In Berlin wurde anlässlich des Jahrestags erinnert. Das Brandenburger Tor wurde illuminiert. Vertreterinnen und Vertreter des Landes betonten, Antisemitismus dürfe in Deutschland keinen Platz haben. Auch die Evangelische Kirche in Deutschland rief zum wachsamen Gedenken auf und unterstrich die Verantwortung, jüdisches Leben zu schützen. Zivilgesellschaftliche Gruppen erneuerten ihre Appelle, Hilfszugänge zu sichern und Spannungen zu deeskalieren.
Merz’ Worte richten den Blick auf zwei miteinander verknüpfte Ebenen: die deutsche Erinnerungskultur und die aktuelle Sicherheitspolitik. Der Kanzler stellt die historische Verantwortung Deutschlands und die besondere Beziehung zu Israel heraus. Zugleich verweist er auf die Notwendigkeit, politische Vermittlung, humanitäre Hilfe und Sicherheitskooperation so auszubalancieren, dass Gewalt nicht weiter eskaliert und Zivilistinnen und Zivilisten geschützt werden.
Politisch ist mit kontroversen Reaktionen zu rechnen. Befürworter sehen in der Bekräftigung der Solidarität mit Israel eine notwendige Konstante deutscher Außenpolitik. Kritiker verlangen detailliertere Aussagen zu humanitären Folgen des Konflikts, zur Kontrolle von Rüstungsexporten sowie zur Wirkung bestehender Auflagen. Die Bundesregierung verweist in diesem Zusammenhang seit längerem auf bestehende Prüf- und Berichtspflichten sowie auf die fortlaufende Abstimmung mit europäischen und internationalen Partnern.
Der Jahrestag bündelt damit drei Botschaften: Erinnerung an die Opfer des 7. Oktober 2023, die Zusage verlässlicher Unterstützung für Israel und der Auftrag, diplomatische und humanitäre Wege konsequent zu stärken. Merz knüpfte seine Worte an die Erwartung, dass der Schmerz der Betroffenen Anerkennung findet und politische Anstrengungen auf eine tragfähige Friedensperspektive gerichtet bleiben.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).