Politik

Bundesregierung legt Antwort zu Entgeltunterschieden nach Staatsangehörigkeit vor

Eine am 21. August 2026 im Deutschen Bundestag veröffentlichte Regierungsantwort belegt: Das Medianentgelt ausländischer Beschäftigter liegt weiterhin deutlich unter dem von Deutschen. Die ausgewiesenen Daten reichen bis 2023 und zeigen regionale sowie herkunftsspezifische Unterschiede.

Am 21. August 2026 hat die Bundesregierung im Deutschen Bundestag ihre Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion zu Entgeltunterschieden nach Staatsangehörigkeit vorgelegt. Den Parlamentsunterlagen zufolge liegt das Medianentgelt ausländischer Beschäftigter in der betrachteten Kerngruppe der sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten weiterhin spürbar unter dem Medianentgelt von Deutschen. Die ausgewiesenen Daten beziehen sich auf Stichtage bis einschließlich 2023 und dokumentieren einen über mehrere Jahre stabilen Abstand.

Die Antwort differenziert die Medianentgelte nach deutscher und ausländischer Staatsangehörigkeit sowie nach Bundesländern und Herkunftsgruppen. Sie verwendet die in der Arbeitsmarktstatistik gängige Kerndefinition der sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten. Die Unterlagen zeigen, dass das Entgeltgefälle nicht nur bundesweit besteht, sondern je nach Region und Herkunftsgruppe unterschiedlich stark ausfällt. In einzelnen Bundesländern und Herkunftssegmenten ist die Lücke ausgeprägter, in anderen geringer; übergreifend bleibt sie jedoch deutlich.

Eine kausale Einordnung der Ursachen nimmt die Bundesregierung in der Antwort nicht vor. Festgehalten wird, dass es sich um eine statistische Bestandsaufnahme handelt. In der politischen und wissenschaftlichen Debatte werden als mögliche Erklärungsfaktoren häufig unterschiedliche Qualifikations- und Berufsprofile, Branchen- und Tätigkeitsmuster, regionale Arbeitsmarktstrukturen sowie unterschiedliche Beschäftigungsverläufe genannt. Die Parlamentsunterlagen verweisen zugleich auf Grenzen aggregierter Statistiken, die kausale Schlussfolgerungen nur eingeschränkt zulassen.

Aus den Parlamentsnachrichten geht hervor, dass die Befunde parteipolitisch kontrovers diskutiert werden. Genannt werden Forderungen nach gezielten Qualifizierungs- und Anerkennungsangeboten, nach besseren Zugängen zu höher entlohnten Tätigkeiten und nach wirksamen Maßnahmen gegen Benachteiligungen im Arbeitsmarkt. Die Regierungsantwort selbst enthält keine politischen Empfehlungen, sondern liefert die angeforderten statistischen Kennziffern und deren Aufschlüsselungen.

Für die Bewertung gilt: Der dokumentierte Entgeltabstand zwischen Deutschen und Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit ist bis zum ausgewiesenen Zeitpunkt 2023 belegt und variiert regional sowie nach Herkunftsgruppen. Welche Anteile dabei auf Qualifikation, Branche, Region oder potenzielle Diskriminierung entfallen, bleibt mit den vorliegenden Aggregaten offen. Weiterführende Analysen mit detaillierten Informationen zu Ausbildung, Beruf, Betriebszugehörigkeit, Tarifbindung und Arbeitszeit wären erforderlich, um gezielte politische Instrumente abzuleiten und ihre Wirksamkeit zu prüfen.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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