Kurzmeldung
Die Bundesregierung teilt dem Deutschen Bundestag mit, dass ihr zu den Ursachen des Ausfalls der Informationstechnik an Berliner Gerichten am 13. Juli 2026 keine eigenen, gesicherten Erkenntnisse vorliegen. Dieser Kern steht in der Antwort auf eine Kleine Anfrage, die dem Parlamentsinformationsdienst vorliegt. Zuständig für Betrieb und Sicherheit der Justiz-IT in der ordentlichen Gerichtsbarkeit ist nach Bundesauffassung das Land Berlin; der Bund verfügt demnach nicht über zusätzliche, intern ermittelte Befunde, die über die öffentlichen Mitteilungen des Landes hinausgehen.
Betroffene Stellen in Berlin hatten an dem Tag zeitweise keinen Zugriff auf elektronische Akten; Amtsgerichte, Teile der Landgerichte und das Kammergericht arbeiteten in Notbetriebsabläufen. Die Senatskanzlei und die Senatsverwaltung für Justiz berichten, dass forensische Prüfungen andauern und dass in Teilen der Landesverwaltung Datenabflüsse nicht ausgeschlossen werden. In die Untersuchungen sind nach Angaben des Landes das Landeskriminalamt, die Staatsanwaltschaft Berlin und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik eingebunden.
Kurzfristig führten die Störungen zu Verfahrensverzögerungen und zu handschriftlichen Alternativprozessen. Mittelfristig rückt die Frage der Resilienz und der organisatorischen Zuständigkeiten für die Justiz-IT in den Mittelpunkt: Es geht um Redundanzen, Mindestschutzstandards und Finanzierungsfragen zwischen Bund und Ländern. Fachleute betonen die Bedeutung von Aktualisierung, Netzwerksegmentierung und lückenhafter Protokollierung als Faktoren, die Angriffsfolgen begrenzen oder verschärfen können.
Konkrete technische Ursachen, mögliche Einstiegspunkte oder Täterzuschreibungen wurden bislang nicht öffentlich bestätigt. Die Bundesregierung verweist in ihrer Antwort auf die föderale Zuständigkeit und auf die laufenden Veröffentlichungen der Landesbehörden. Gesichert sind die zeitlichen Fakten: der Ausfall ereignete sich am 13. Juli 2026; die Bundestagsantwort wurde im August 2026 veröffentlicht; Stand der hier zusammengefassten Informationen ist der 27. August 2026.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).