Der Deutsche Bundestag hat die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage zur Entwicklung der Krankenhauslandschaft veröffentlicht. Demnach ist die Zahl der Krankenhäuser in Deutschland zwischen 2014 und 2024 von 1.980 auf 1.841 gesunken; die Zahl der aufgestellten Betten verringerte sich im selben Zeitraum von 500.680 auf 472.851. Entsprechend sank die Krankenhausdichte von rund 2,4 auf 2,2 Einrichtungen je 100.000 Einwohner, die Bettenzahl je 100.000 Einwohner von gut 618 auf rund 566.
Die Bundesregierung bezieht sich in der Drucksache 21/5647 (Stand: 27. April 2026) auf das Statistische Bundesamt. Als Datenbasis nennt sie die Veröffentlichung Grunddaten der Krankenhäuser (Destatis, Berichtsjahr 2024). Die Zeitreihe dokumentiert einen langjährigen Strukturwandel der stationären Versorgung. Als Treiber der Entwicklung werden in der Antwort unter anderem Zentralisierungsprozesse, Veränderungen der Trägerschaft sowie Weichenstellungen der Krankenhausreform benannt.
Mit Blick auf die Zuständigkeiten verweist die Bundesregierung auf die Krankenhausplanung der Länder. Zur Flankierung struktureller Anpassungen werden der Krankenhausstrukturfonds und Regelungen des Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes genannt, die Vorhalte- und Strukturkosten adressieren sollen. Der Bund betont zugleich, dass die Steuerung von Leistungsangeboten und Standorten im Rahmen der länderspezifischen Planung zu erfolgen hat.
Die vorgelegten Tabellen weisen regionale Verschiebungen aus. Exemplarisch wird für Brandenburg ein Rückgang der Bettenzahl bei weitgehend konstanter Zahl der Standorte im betrachteten Zeitraum genannt, während bundesweit die Zahl der Einrichtungen insgesamt abnahm. Eine Bewertung der Versorgungsqualität einzelner Standorte oder Aussagen über künftige Schließungen enthält die Antwort nicht; solche Einschätzungen wären Gegenstand nachgelagerter länderspezifischer Planungen und Prüfungen.
Unstrittig ist auf Basis der amtlichen Zahlen der Rückgang der Zahl der Krankenhäuser und Betten seit 2014. Welche Konsequenzen sich daraus für Erreichbarkeit, Spezialisierung und Ergebnisqualität ergeben, hängt nach Darstellung der Bundesregierung von regionaler Ausgestaltung der Krankenhausplanung und der Nutzung der verfügbaren Förderinstrumente ab. Die Primärdaten stammen vom Statistischen Bundesamt (Destatis); die Bundesregierung hat sie für den Bundestag konsolidiert und kommentiert.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).