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Bundesverkehrsministerium will Drohnenerkennung an Flughäfen zügig ausbauen

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger kündigt nach jüngsten Drohnensichtungen eine beschleunigte Vernetzung von Detektionssystemen, standardisierte Meldewege und engere Abstimmung zwischen Behörden und Flughäfen an.

Kurzmeldung

Nach mehreren Drohnensichtungen an deutschen Flugplätzen hat das Bundesverkehrsministerium angekündigt, die Erkennung unkooperativer Drohnen an Verkehrsflughäfen rasch auszuweiten. Minister Steffen Bilger forderte auf Regierungsebene eine Beschleunigung bestehender Beschaffungs- und Vernetzungsprojekte: Radar-, Funkfrequenzerkennungs- und optische Systeme sollen stärker verknüpft und über standardisierte Schnittstellen zu lokalen und bundesweiten Lagebildern zusammengeführt werden. Ziel sei, Drohnen früher zu entdecken und Störungen des Flugbetriebs zu verhindern.

Kernpunkte sind nach Angaben des Ministeriums die Etablierung klarer Meldeketten, die Einbindung operativer Partner und regelmäßige Übungen. Die Deutsche Flugsicherung wird als zentrale luftseitige Schnittstelle genannt; die Bundespolizei soll als hoheitlicher Akteur Lagedaten mit den Flughafenbetreibern austauschen. Forschungseinrichtungen wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt liefern technische Prüfungsergebnisse aus Erprobungen und Reallaboren, die in die Auswahl erprobter Systeme einfließen sollen.

Rechtlich bleiben Eingriffe gegen unkooperative Drohnen komplex: Störungen von Steuerverbindungen oder das Abschießen von Geräten sind an luftfahrtrechtliche und polizeirechtliche Vorgaben gebunden. Ministerium und Länder betonen deshalb die Notwendigkeit klarer Verantwortungsregeln, abgestimmter Einsatzpläne und Verhältnismäßigkeitsprüfungen, bevor hoheitliche Gegenmaßnahmen umgesetzt werden.

Die Luftverkehrswirtschaft mahnt Verlässlichkeit an: Wiederholte Sichtungen können bereits ohne direkten Schaden zu Sperrungen und umfangreichen Umplanungen führen. Große Drehkreuze wie der Flughafen Frankfurt und der Flughafen München gelten als besonders exponiert, profitieren aber gleichermaßen wie Regionalflughäfen von besseren Vernetzungs- und Informationsstrukturen. Auf europäischer Ebene beobachtet die Europäische Agentur für Flugsicherheit die Entwicklung ergänzender Normen; nationale Detektions- und Einsatzkonzepte bleiben jedoch zentral für die Sicherheit im deutschen Luftverkehr.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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