In Deutschland wächst nach offiziellen Angaben seit 2022 die Zahl mutmaßlicher Sabotageakte gegen kritische Infrastruktur. Ein Lagebild, das nach Angaben des Bundeskriminalamts und Recherchen von ARD-Medienpartnern jüngst erstellt wurde, zählt für das laufende Jahr bis Ende August mehr als 165 Verdachtsfälle mit Sabotagebezug; hinzu kommen Hunderte weitere Vorfälle wie unbefugte Drohnenflüge über Anlagen. Die Betroffenen reichen von Umspannwerken und Bahnstrecken bis zu Rüstungsbetrieben. (Stand: 3. September 2026). ([tagesschau.de](https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/bka-lagebericht-sabotage-100.html?utm_source=openai))
Aktuelle Einzelfälle aus den letzten Tagen illustrieren die Bandbreite: In Brandenburg wurden am 2. September explosive Vorrichtungen an einem Umspannwerk entdeckt; in Nordrhein-Westfalen kam es am gleichen Tag zu einem absichtlichen Kurzschluss an einem Umspannwerk nahe Bergheim, der zu Abschaltungen von Kraftwerkseinheiten führte. Die Behörden ermitteln in beiden Fällen. Innenminister und Landesbehörden stellten öffentlich mehrere mögliche Täterkonstellationen in den Raum – von linksextremistischen Gruppen bis zu ausländischen staatlichen Akteuren – und warnten vor einer hybriden Bedrohungslage. ([apnews.com](https://apnews.com/article/ef9c21908f232651d056d7462330e2b7?utm_source=openai))
Verfassungsschutz– und Polizeibehörden sehen eine veränderte Gefährdungsstruktur: Zwar gebe es weiterhin gewalttätige Aktionen aus dem linksextremistischen Milieu, doch die Ermittlungslage zeige zusätzlich Indizien für gezielte Spionage und eingesetzte Mittel, die auf staatliche Steuerung oder professionelle Fremdakteure schließen lassen. Recherchen unabhängiger Medien belegen außerdem eine Serie von Angriffen auf Bahn-Infrastruktur seit 2022 und eine Zunahme von Fällen, die nicht eindeutig zuzuordnen sind. ([zdfheute.de](https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/kommando-angry-birds-bahn-sabotage-anschlag-linksextremismus-100.html?utm_source=openai))
Politik und Betreiber reagieren mit Maßnahmenempfehlungen: Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft forderte rechtliche Anpassungen, um Überwachung und Schutz öffentlicher Zugänge zu erleichtern; Landesinnenminister verlangen verstärkte Lagezentren und engere Koordination zwischen Sicherheitsbehörden und Netzbetreibern. Konkrete Folgen für Versorgungssicherheit blieben bislang regional begrenzt, doch die Behörden betonen, dass die Verletzlichkeit von Netzen ein systemisches Risiko darstellt und weitergehende Schutzinvestitionen erfordert. ([deutschlandfunk.de](https://www.deutschlandfunk.de/nach-sabotageakten-betreiberunternehmen-sollen-anlagen-besser-schuetzen-100.html?utm_source=openai))
Tatsachen, Zuschreibungen und Prognosen sind zu trennen: Die registrierten Fallzahlen und die beschriebenen jüngsten Vorfälle sind belegbar; die Täterschaft einzelner Attacken wird von den Ermittlern nur fallbezogen und unter Vorbehalt genannt. Ob und in welchem Umfang staatliche Akteure systematisch hinter den Angriffen stehen, ist bislang nicht abschließend gerichtlich oder strafrechtlich festgestellt worden und muss weiter ermittelt werden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).