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Bündnis Sahra Wagenknecht-Fraktion in Thüringen zerfällt – Koalition will vorerst weitermachen

Mehrere Abgeordnete des Bündnis Sahra Wagenknecht haben Anfang September 2026 Partei und Fraktion in Thüringen verlassen. Trotz des Wegfalls der stabilen Mehrheit kündigten CDU und SPD an, die Brombeer-Koalition vorerst fortzusetzen.

Kurzmeldung

In Thüringen haben Anfang September 2026 mehrere Abgeordnete des Bündnis Sahra Wagenknecht ihren Austritt aus Partei und Landtagsfraktion angekündigt. Die angekündigten Austritte führten dazu, dass die bisher regierungstragende Fraktion im Thüringer Landtag deutlich zusammenschrumpfte und die Brombeer-Koalition aus CDU, Bündnis Sahra Wagenknecht und SPD ihre bisherige stabile Mehrheit verlor. Die Landesregierung erklärte am 4. September 2026, die Zusammenarbeit vorerst aufrechterhalten zu wollen.

Auslöser der innerparteilichen Krise war ein offener Konflikt zwischen dem Bundesvorstand des Bündnis Sahra Wagenknecht und dem Thüringer Landesverband über die Frage, ob die Landesgruppe die Unterstützung für Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) beibehalten oder die Koalition verlassen sollte. Während der Bundesvorstand zum Abbruch der Koalition riet, sprachen sich mehrere Landespolitikerinnen und Landespolitiker gegen einen Rückzug aus der Regierung aus. Daraufhin erklärten mehrere Mandatsträger ihren Austritt aus der Partei; einige gaben an, in der Folge unabhängige Abgeordnete oder Mitglieder neuer Zusammenschlüsse werden zu wollen.

Rechts- und parlamentarisch hat das unmittelbare Folgen: Ohne die bisherige Fraktionsstärke besitzt die Brombeer-Koalition im 88-köpfigen Thüringer Landtag keine verlässliche Mehrheit mehr, die Regierung ist faktisch eine Minderheitsregierung. Die Landesregierung betonte jedoch, handlungsfähig bleiben zu wollen und nannte Gespräche über mögliche alternative Mehrheiten und das parlamentarische weitere Vorgehen. Ein bereits angekündigter Sonderparteitag wurde nach Berichten abgesagt oder verschoben; genaue formale Beschlüsse stehen noch aus.

Kurzfristig ist mit schwierigerer Mehrheitsfindung bei Haushalt und Gesetzesvorhaben zu rechnen; mittelfristig bleibt offen, ob sich die ausgeschiedenen Abgeordneten neu formieren, in andere Parteien wechseln oder politisch unabhängig bleiben. Zentrale Punkte sind durch mehrere Berichte von MDR, Tagesschau und Zeit belegt; alle weiteren politischen Schritte hängen von offiziellen Fraktionssitzungen, Parteitagen und parlamentarischen Mehrheitsprüfungen ab.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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