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Bündnis Sahra Wagenknecht in Thüringen: Drei Abgeordnete verlassen Partei und Fraktion

Am 2. September 2026 haben drei Landtagsabgeordnete in Erfurt ihren Austritt aus dem Bündnis Sahra Wagenknecht und aus der BSW-Fraktion erklärt. Die Fraktionsstärke sinkt von 15 auf 12, ein Sonderparteitag ist angekündigt.

Kurzmeldung

Am 2. September 2026 teilten drei Abgeordnete des Thüringer Landtags ihren Austritt aus dem Bündnis Sahra Wagenknecht und aus der BSW-Fraktion mit. Die Betroffenen sind Stefan Wogawa, Dirk Hoffmeister und Roberto Kobelt. Nach Mitteilung der Fraktionsvorsitzenden wurde der Austritt form- und fristgerecht dem Präsidium des Landtags angezeigt; zugleich schrumpft die Fraktion von 15 auf 12 Mitglieder.

Als Begründung nannten die Parlamentarier parteiinterne Differenzen über Kurs, Strategie und die parlamentarische Zusammenarbeit. In ersten öffentlichen Stellungnahmen sprachen sie von grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten, konkrete inhaltliche Bruchlinien wurden jedoch nur allgemein umrissen. Ob die drei Abgeordneten künftig fraktionslos bleiben, einer anderen Gruppe beitreten oder eine neue Gruppierung bilden, gaben sie vorerst nicht bekannt.

Die Landesleitung des Bündnis Sahra Wagenknecht kündigte für September 2026 einen Sonderparteitag an. Auf dieser Zusammenkunft sollen die jüngsten Entwicklungen besprochen und Entscheidungen zur weiteren Ausrichtung des Landesverbandes sowie der verbleibenden Fraktion getroffen werden. Parteivereine und Gremien sollen nach Angaben der Landesführung die nächsten Schritte beraten; verbindliche Beschlüsse werden für den Parteitag erwartet.

Kurzfristig verändert die Verkleinerung der Fraktion die Sitzverhältnisse im Thüringer Landtag. Das kann Abstimmungs- und Koordinationsbedarf bei anstehenden Vorlagen und in Ausschüssen erhöhen, ohne automatisch Mehrheiten zu verschieben. Die konkrete Bedeutung für laufende Beratungen, etwa zum Haushalt, hängt von künftigen Absprachen zwischen den Fraktionen ab.

Politische Beobachter verweisen darauf, dass die Abläufe seit der Regierungsbildung 2024 immer wieder Spannungen innerhalb des Landesverbandes gezeigt haben. Ob die heutige Personalentscheidung die Position des Bündnis Sahra Wagenknecht in Thüringen langfristig schwächt, bleibt offen. Termine und Tagesordnungspunkte des angekündigten Sonderparteitags werden nach Angaben der Landespartei vorbereitet und zeitnah bekanntgegeben. Die protokollarischen Hinweise des Landtags bestätigen die Mitteilung der Abgeordneten vom 2. September 2026.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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