Aktuell

Copernicus bestätigt neuen Tagesrekord der globalen Meeresoberflächentemperatur (22. August 2026)

Der Copernicus-Klimadienst C3S meldet, dass der globale Tagesdurchschnitt der Meeresoberflächentemperatur am 22. August 2026 21,1 °C erreichte – ein neuer Rekord in der ERA5-Datenreihe. Ursache sind menschengemachte Erwärmung und ein ausgeprägter El Niño; Folgen…

Kurzmeldung

Der Copernicus Climate Change Service (C3S) bestätigte am 24. August 2026, dass der globale Tagesdurchschnitt der Meeresoberflächentemperatur (extrapolar, 60°S–60°N) am 22. August 2026 einen neuen Höchstwert erreichte: 21,1 °C in der ERA5-Analysereihe (Beginn 1979). Copernicus, umgesetzt durch das European Centre for Medium-Range Weather Forecasts (ECMWF), nennt als Treiber die anhaltende vom Menschen verursachte Erwärmung in Kombination mit einem inzwischen ausgeprägten El Niño im äquatorialen Pazifik. Die neue Tagesmarke übertraf damit knapp den bisherigen Rekord von 21,09 °C aus März 2024.

Copernicus weist darauf hin, dass solche globalen Tageswerte normalerweise im späten südhemisphärischen Sommer/Frühjahr auftauchen; der Zeitpunkt Mitte August ist deshalb auffällig. C3S betont, dass die Feststellung auf der integrierten ERA5-Analyse beruht, die Satellitendaten, Bojen- und Schiffsbeobachtungen zusammenführt. Begleitende Copernicus- Veröffentlichungen zeigen, dass bereits Juli 2026 und mehrere Monate zuvor außergewöhnlich hohe Monatsmittelwerte registriert wurden.

Wissenschaftler und Behörden warnen vor den Folgen: Wärmere Ozeane erhöhen die Wahrscheinlichkeit intensiverer Niederschlagsereignisse, treiben marine Hitzewellen und belasten Meeresökosysteme. Zudem reduziert wärmeres Wasser teilweise die Löslichkeit von Kohlendioxid und schwächt damit die ozeanische Kohlenstoffsenke. Solche Zusammenhänge sind risikoorientiert formuliert; sie bedeuten keine unmittelbare Vorhersage einzelner Extremereignisse.

Für Europa und Deutschland sind die Effekte indirekt, aber relevant. Veränderungen in ozeanischen Temperaturmustern können atmosphärische Zirkulationen beeinflussen und so die Wahrscheinlichkeit von Hitzewellen, Starkregen oder anhaltenden Trockenperioden ändern. Der Deutsche Wetterdienst und deutsche Forschungsinstitute beobachten die Entwicklung und prüfen regionale Folgen; aus einem globalen Tagesmittel lassen sich jedoch keine deterministischen Kurzfristprognosen für einzelne Regionen ableiten.

Die berichtete Rekordmarke bezieht sich ausdrücklich auf die ERA5-basierte Tagesanalyse vom 22. August 2026. Copernicus und das ECMWF veröffentlichen dazu Hintergrunddaten und Lagebilder; die hier vorgelegte Einordnung stützt sich auf die genannten Pressestellen und fachliche Stellungnahmen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk