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Crimmitschau: Neue Ausstellung in Tuchfabrik verbindet Industrie und Religion

Die Tuchfabrik Gebr. Pfau zeigt seit 3. September 2026 „Verwobene Echos – Farben der Religionen“. Die Schau verknüpft Textilgeschichte, Pflanzenfarben und religiöse Symbolik und läuft bis 20. Dezember.

Die Tuchfabrik Gebr. Pfau in Crimmitschau zeigt seit dem 3. September 2026 die Sonderausstellung „Verwobene Echos – Farben der Religionen“. Im Mittelpunkt steht eine Installation der Künstlerin Maja Gratzfeld, die farbige Stoffbahnen in der historischen Fabrikhalle arrangiert. Die Arbeit bezieht sich zugleich auf die lokale Textilindustrie und auf religiöse Farbsymbolik. Das Haus nennt für die Laufzeit den Zeitraum vom 4. September bis 20. Dezember 2026.

Die Schau ist Teil des Themenjahr Tacheles zur jüdischen Kultur in Sachsen. Laut Tuchfabrik verknüpft die Installation Industriegeschichte, künstlerische Praxis und religiöse Erinnerung. Die Hallenarchitektur bleibt sichtbar; die Stoffbahnen sind auf Metallgerüsten montiert und zitieren Gestell- und Maschinenstrukturen aus der Produktion. Gratzfeld nutzt historische Aufnahmen aus dem Hausbestand und färbt die Textilien mit Pflanzenfarben wie Indigo und Krapp. Nach Angaben der Ausstellungsmacher geht es um Erinnerung, Identität und einen Dialog zwischen Generationen und Glaubenstraditionen.

Die Eröffnung wurde vom Museum gemeinsam mit kulturellen Förderern organisiert. Bei einem Rundgang am 3. September würdigte die sächsische Kulturministerin nach Angaben des Hauses die Verbindung von Industrie- und Religionsgeschichte. Das Sächsische Staatsministerium für Kultur und Tourismus kündigte begleitende Formate an. Vorgesehen sind Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Religionsgemeinschaften sowie eine mobile Komponente, die einzelne Elemente der Schau in andere Orte der Region transferiert.

Der Ausstellungsort ist selbst Exponat: Die Tuchfabrik Gebr. Pfau gilt als technisches Denkmal der regionalen Textilindustrie. Die Präsentation knüpft an ein verbreitetes kuratorisches Vorgehen in Industriemuseen an, historische Produktionsstätten als Räume für künstlerische Auseinandersetzung zu nutzen. Der MDR ordnet die Arbeit als Beitrag zur aktuellen Kulturdiskussion in Westsachsen ein; ergänzend nennen die Veranstalter die Rolle traditioneller Färbetechniken für Handwerk und Gestaltung.

Das Museum verweist auf feste Öffnungszeiten der Sonderausstellung und empfiehlt eine vorherige Information zu Führungen und Gesprächen. Konkrete Programmpunkte werden laufend ergänzt. Angaben zu Konzept, Terminen und den beteiligten Partnern stammen aus Mitteilungen der Tuchfabrik und des Sächsischen Staatsministeriums sowie aus der Berichterstattung des MDR und weiterer regionaler Medien vom 3. September 2026.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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