Wirtschaft

Destatis: 26 Prozent der neuen Ausbildungsverträge 2025 von Abiturientinnen und Abiturienten

Destatis meldet für 2025 einen Abitur-Anteil von 26 Prozent an neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen; 2015 lag der Wert bei 28 Prozent. Erfasst ist die duale Berufsausbildung nach BBiG/HwO.

Wiesbaden, 25. August 2026 — Im Jahr 2025 verfügten 26 Prozent der Personen mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag über die Hochschul- oder Fachhochschulreife. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) in seiner Reihe Zahl der Woche mit. Der Anteil liegt damit unter dem Wert von 2015, als 28 Prozent der Neuabschlüsse auf Abiturientinnen und Abiturienten entfielen. Die Statistik bezieht sich auf Neuverträge in der dualen Berufsausbildung nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) und Handwerksordnung (HwO).

Die Kennziffer ist vor dem Hintergrund des anlaufenden Ausbildungsjahres in Deutschland relevant: Sie zeigt, dass das duale System weiterhin auch Bewerberinnen und Bewerber mit Hochschul- oder Fachhochschulreife anzieht, zugleich aber im Zehn-Jahres-Vergleich einen leichten Rückgang dieses Anteils. Destatis ordnet die Zahl ausdrücklich dem Bereich der dualen Berufsausbildung zu; vollzeitschulische Bildungsgänge – etwa an Berufsfachschulen oder in vielen Gesundheitsberufen – werden in dieser Erhebung nicht erfasst.

Erfasst werden Ausbildungen in den nach BBiG und HwO geregelten Bereichen wie Industrie und Handel, Handwerk, die freien Berufe, der öffentliche Dienst, Landwirtschaft und Hauswirtschaft. Der Fokus auf Neuverträge erlaubt einen Blick auf die aktuelle Nachfrage- und Angebotslage im dualen System, das für Deutschland charakteristisch ist. Die Reihe Zahl der Woche stellt hierfür in komprimierter Form eine zentrale Kennzahl vor und ermöglicht eine zeitliche Einordnung.

Der Vergleich zwischen 2015 und 2025 beschreibt eine graduelle Verschiebung innerhalb der Bildungsherkünfte der Auszubildenden, nicht jedoch einen Bruch. Aussagen über Ursachen – etwa veränderte Studien- und Ausbildungspräferenzen, demografische Effekte oder die Ausweitung schulischer Ausbildungsangebote – lassen sich aus der vorliegenden Meldung allein nicht ableiten. Auch regionale Unterschiede oder branchenspezifische Muster der Rekrutierung werden in der Zahl der Woche nicht ausgewiesen und erfordern weiterführende Tabellen der Berufsbildungsstatistik.

Methodisch betrachtet handelt es sich um Anteile bezogen auf neu abgeschlossene Ausbildungsverträge eines Jahres. Die Werte sind nicht ohne Weiteres mit Bestandszahlen der Auszubildenden vergleichbar und erlauben keine Rückschlüsse auf Erfolgsquoten, Vertragslösungen oder spätere Übernahmen in Beschäftigung. Für eine vollständige Bewertung wären zusätzliche Indikatoren aus amtlichen Statistiken und Berichten – etwa zum Gesamtvolumen der Neuverträge, zur Altersstruktur oder zur regionalen Verteilung – heranzuziehen. Die aktuelle Veröffentlichung aus Wiesbaden konzentriert sich damit auf eine zentrale Strukturkennziffer am Übergang von Schule in Beruf und dient Betrieben, Kammern und Bildungspolitik als Orientierung für die Ausrichtung von Ausbildungsangeboten.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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