Wirtschaft

Destatis: 35,9 Prozent aller Übernachtungen in Österreich 2024 durch Gäste aus Deutschland

Das Statistische Bundesamt meldet am 18. August 2026 auf Basis von Eurostat-Daten: In Österreich entfielen 2024 35,9 Prozent aller Übernachtungen auf Gäste aus Deutschland; in Kroatien lag der Anteil bei 22,5 Prozent.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat am 18. August 2026 mitgeteilt, dass 2024 in Österreich 35,9 Prozent aller Übernachtungen in Beherbergungsbetriebe auf Gäste aus Deutschland entfielen. Destatis stützt sich dabei auf Auswertungen der europäischen Statistikbehörde Eurostat. In Österreich lag der Anteil inländischer Gäste zugleich bei 28,3 Prozent. Als zweites Land mit besonders hohem Deutschland-Anteil nennt Destatis Kroatien: Dort stellten Reisende aus Deutschland 22,5 Prozent der Übernachtungen, während der Anteil inländischer Gäste 9,3 Prozent betrug.

Die Daten zeigen, dass deutsche Gäste in einzelnen Nachbar- und Urlaubsstaaten den größten Herkunftsmarkt bilden. In Österreich und Kroatien übertreffen die Anteile deutscher Reisender sogar die jeweiligen Inlandsanteile. Der Befund basiert auf standardisierten europäischen Erhebungen zu Übernachtungen in touristischen Beherbergungsbetriebe, die Eurostat länderübergreifend aggregiert; nationale Statistikämter wie das Statistisches Bundesamt bereiten die Ergebnisse für den jeweiligen Informationsbedarf auf.

Methodisch unterscheidet Eurostat in der Regel zwischen inländischen und ausländischen Übernachtungen sowie nach Herkunftsländern der Gäste. Erfasst werden Übernachtungen in gewerblichen Beherbergungsbetriebe wie Hotels und ähnlichen Einrichtungen nach einheitlichen Vorgaben, sodass Anteile zwischen Ländern vergleichbar sind. Destatis verweist für weiterführende Detailauswertungen auf eigene Veröffentlichungen und die Datenbank GENESIS.

Für Deutschland sind die Zahlen vor allem als Indikator internationaler Reiseströme bedeutsam. Sie spiegeln geografische Nähe, Verkehrsanbindung und Angebotsstrukturen in den Zielstaaten wider – etwa Alpen- und Adria-Destinationen. Ökonomisch bedeutet ein hoher Anteil deutscher Gäste im Ausland, dass touristische Wertschöpfung in nennenswertem Umfang in Partnerländern anfällt. Welche Folgen dies für Saisonverläufe, Preise und Investitionen in den Zielländern und für die Zusammensetzung der Ausgaben deutscher Haushalte hat, lässt sich erst mit ergänzenden Markt- und Zahlungsbilanzdaten präzise bestimmen.

Die Einordnung deckt sich mit nationalen Befunden der Statistik Austria, die Deutschland 2024 als bedeutendstes Herkunftsland für Nächtigungen in Österreich ausweist. Eurostat liefert hierfür die länderübergreifende Vergleichsbasis, auf die sich auch das Statistisches Bundesamt bezieht. Die heute kommunizierten Anteile – 35,9 Prozent für Österreich und 22,5 Prozent für Kroatien, jeweils mit deutlich niedrigeren Inlandsanteilen – markieren damit einen fortgesetzten Trend hoher Reiseintensität aus Deutschland in zentraleuropäische und adriatische Destinationen.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk