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Destatis revidiert BIP: Deutsche Wirtschaft wuchs im 2. Quartal 2026 um 0,3 Prozent

Das Statistische Bundesamt hebt die Quartalsschätzung auf +0,3 Prozent an. Treiber war vor allem das Exportgeschäft; im Jahresvergleich lag die Wirtschaftsleistung um 1,0 Prozent höher.

Wiesbaden, 25. August 2026 – Die deutsche Wirtschaft ist im 2. Quartal 2026 etwas stärker gewachsen als zunächst gemeldet. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) legte das preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent zu. Die Schnellmeldung Ende Juli hatte +0,2 Prozent ausgewiesen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg die Wirtschaftsleistung preisbereinigt um 1,0 Prozent.

Destatis begründet die Aufwärtsrevision mit neu verfügbaren Indikatoren. Demnach entwickelten sich im Berichtszeitraum insbesondere die Exporte und der Binnenhandel besser als zunächst erfasst. Die preisbereinigten Ausfuhren lagen im Vorjahresvergleich deutlich im Plus (+3,7 Prozent). Zu den wachstumsstarken Gütergruppen zählten chemische Erzeugnisse, Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Produkte sowie Erzeugnisse des sonstigen Fahrzeugbaus. Besonders kräftig fielen die Zuwächse in den Handel mit dem EU-Partnerraum aus. Auch die Importe nahmen zu, wenn auch weniger stark als die Exporte.

Die Detailrechnung zeigt sektorale Unterschiede. Die Bruttowertschöpfung im Verarbeitendes Gewerbe legte zu, während die Bauinvestitionen weiter rückläufig waren. Zudem weist Destatis darauf hin, dass die turnusmäßige Sommerüberarbeitung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen zu Anpassungen auch in früheren Quartalen geführt hat. Solche Revisionen sind üblich, wenn zusätzliche Unternehmens- und Außenhandelsdaten vorliegen.

Einordnungen aus Institutionen verweisen auf eine moderate Erholung, bleiben aber vorsichtig. Die Bundesbank betont in ihrem Monatsbericht, die Konjunktur habe sich im 2. Quartal stabiler gezeigt als zuvor angenommen; die robuste Außenwirtschaft habe hierzu beigetragen. Zugleich sehen Fachleute fortbestehende Risiken: Geopolitische Unsicherheiten – darunter die Folgen des seit Februar 2026 eskalierenden Iran-Konflikts –, volatile Energiepreise und eine gedämpfte Binnennachfrage könnten die Dynamik begrenzen. Solche Einschätzungen sind Bewertungen und keine Feststellungen über den weiteren Verlauf.

Mit der heute vorgelegten zweiten Veröffentlichung stützt sich die BIP-Schätzung auf einen erweiterten Indikatorensatz und ersetzt die Erstmeldung. Das Wachstum von 0,3 Prozent für das 2. Quartal 2026 ist damit der aktuell belegte Wert. Aus der Quartalszahl allein lassen sich weder eine belastbare Trendwende noch verlässliche Jahresprognosen ableiten; dafür sind die Ergebnisse der kommenden Berichtszeiträume und zusätzliche Detaildaten maßgeblich.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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