Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat am 20. August 2026 vorläufige Ergebnisse zum deutschen Außenhandel veröffentlicht. Demnach beliefen sich die Exporte im 1. Halbjahr 2026 auf 817,8 Milliarden Euro und lagen damit um 3,9 Prozent beziehungsweise 31,0 Milliarden Euro über dem Vorjahreszeitraum. Die Importe erreichten 712,1 Milliarden Euro; das entspricht einem Plus von 4,7 Prozent oder 31,7 Milliarden Euro gegenüber dem 1. Halbjahr 2025. Der daraus resultierende Außenhandelssaldo betrug +105,7 Milliarden Euro und lag geringfügig unter dem Vorjahreswert von +106,4 Milliarden Euro (−0,7 Prozent).
China blieb im 1. Halbjahr 2026 wichtigster Handelspartner Deutschlands. Der Außenhandelsumsatz (Exporte plus Importe) mit China summierte sich auf 125,5 Milliarden Euro. Es folgten die Vereinigten Staaten mit 123,7 Milliarden Euro und die Niederlande mit 109,3 Milliarden Euro. Diese Reihenfolge entspricht der Struktur des Gesamtjahres 2025.
Die von Destatis ausgewiesenen Werte sind vorläufig und wertmäßig zu verstehen. Sie fassen die in den monatlichen Außenhandelsstatistiken erhobenen Ergebnisse für das Halbjahr zusammen und können mit späteren Revisionen noch angepasst werden. Die Abgrenzung des Außenhandels erfolgt nach dem allgemeinen Handelskonzept; der Außenhandelssaldo ergibt sich als Differenz aus Exporte und Importe. Aussagen zu preis- oder kalenderbereinigten Entwicklungen sowie zu Volumina lassen sich aus den hier genannten Wertangaben nicht unmittelbar ableiten.
Analytisch zeigt sich für das 1. Halbjahr 2026 ein gemischtes Bild: Die Ausfuhren deutscher Waren haben zugelegt, die Einfuhren stiegen aber etwas kräftiger. Der seit Jahren positive Außenhandelssaldo verringerte sich deshalb leicht. Mögliche Einflussfaktoren, die in der amtlichen Mitteilung nicht quantifiziert werden, umfassen veränderte Preise für Energie und Vorleistungen, globale Nachfrageimpulse in wichtigen Absatzmärkten sowie anhaltende Anpassungen in internationalen Lieferketten. Eine tiefergehende Bewertung nach Warengruppen und Preisbereinigung erfordert die Detailtabellen der Außenhandelsstatistik und gegebenenfalls spätere Revisionen.
Mit den veröffentlichten Kennziffern liefert Destatis einen aktuellen Zwischenstand zur außenwirtschaftlichen Lage Deutschlands im 1. Halbjahr 2026. Der Nachrichtenkern sind höher bewertete Exporte und Importe bei nahezu stabilem, leicht geringerem Überschuss – flankiert von einer unveränderten Rangfolge der wichtigsten Handelspartner China, Vereinigte Staaten und Niederlande.
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).