Kurzmeldung
Die außerordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (Deutscher Olympischer Sportbund, DOSB) hat am 26. September 2026 im Kurhaus Baden‑Baden die Landeshauptstadt München mit 64,91 Prozent der Stimmen zum nationalen Bewerber für die Austragung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele ab 2036 gewählt. Die Abstimmung war das Ergebnis eines Auswahlverfahrens, bei dem das Münchner Konzept gegen das Konzept KölnRheinRuhr antrat. Die Entscheidung wurde um 14:43 Uhr öffentlich bekanntgegeben.
Der DOSB sieht den Beschluss als Startschuss für das internationale Verfahren mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Nach dem vom DOSB kommunizierten Fahrplan soll im März 2027 ein Strategic Dialogue mit dem IOC beginnen; anschließend kann ein Targeted Dialogue folgen, bevor das IOC in einem späteren Schritt über die Vergabe entscheidet. Konkrete Zeitpunkte für eine finale Vergabeentscheidung liegen beim IOC und werden von diesem bekanntgegeben.
Bayern und die Stadt München begrüßten das Votum als Chance für Wirtschaft, Tourismus und regionale Sichtbarkeit; Vertreter der bayerischen Staatsregierung betonten zugleich, dass nun Finanzierungs‑, Sicherheits‑ und Zuständigkeitsfragen zwischen Bund, Ländern und Kommunen verbindlich geklärt werden müssten, bevor die Bewerbung in die nächste Verhandlungsphase mit dem IOC eintrete. Der DOSB hatte bereits in internen Unterlagen und öffentlichen Erläuterungen die Nutzung vorhandener Infrastrukturen als zentrales Element des Münchner Konzepts hervorgehoben; namentlich werden Olympiapark und der Augsburger Eiskanal als mögliche Austragungsorte genannt, zudem ist für Segelwettbewerbe ein Nordstandort vorgesehen.
Wichtig bleibt die Trennung von feststehenden Tatsachen und Prognosen: Fakt ist die Wahl des nationalen Kandidaten am 26. September 2026; Aussagen zur weiteren Entwicklung hängen vom Dialog mit dem IOC und von verbindlichen Finanz‑ und Kooperationszusagen der beteiligten staatlichen Ebenen ab. Weitere Schritte folgen nach dem vom DOSB ausgegebenen Entscheidungsweg und den offiziellen Mitteilungen des IOC.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).