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Deutscher Umweltpreis: Roda Verheyen und Klaus Vossenkaul in Aachen ausgezeichnet

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt hat den Deutschen Umweltpreis 2026 an die Hamburger Klimajuristin Roda Verheyen und den Membranexperten Klaus Vossenkaul verliehen; Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte die Auszeichnung in Aachen.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt hat am 25. Oktober 2026 in Aachen den Deutschen Umweltpreis an die Hamburger Klimajuristin Roda Verheyen und den Membranexperten Klaus Vossenkaul verliehen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte die mit insgesamt 500.000 Euro dotierte Auszeichnung.

Die Stiftung würdigte Verheyen für ihren langjährigen juristischen Einsatz, mit dem sie Klimaschutzziele rechtlich durchsetzt und konkretisiert. Sie hat unter anderem Klimaklagen in Deutschland angestoßen und begleitet, die politische Entscheidungsprozesse und das Verhältnis von Gesetzgeber, Verwaltung und Gerichtsbarkeit in Klimaangelegenheiten geschärft haben. Nach Darstellung der Stiftung hat dieses Vorgehen wiederholt Handlungsdruck auf Regierungen und Parlamente erzeugt und die verbindliche Ausgestaltung von Emissionsminderungen befördert.

Vossenkaul wird für Entwicklungen in der Membrantechnologie ausgezeichnet, insbesondere für Hohlfaser-Membranfilter, die in Kläranlagen Abwasserreinigung effizienter machen können. Laut Begründung der Stiftung tragen diese Verfahren dazu bei, Energie- und Ressourcenverbrauch zu senken und Nährstoffe sowie Spurenstoffe besser zurückzuhalten. Die Technologie gilt als Baustein, um Wasserqualität zu verbessern und Betriebskosten im kommunalen Bereich zu reduzieren.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt stellt die diesjährigen Preisträger bewusst als komplementär vor: Rechtsdurchsetzung, die Ziele und Rahmen setzt, und technische Innovationen, die praktische Umsetzung ermöglichen. Damit unterstreicht die Stiftung, dass Klimaschutz und Ressourcenschonung nicht allein politisch oder allein technologisch gelingen, sondern durch das Zusammenwirken rechtlicher, planerischer und ingenieurtechnischer Instrumente.

Der Deutsche Umweltpreis gehört zu den höchstdotierten Umweltauszeichnungen in Europa und wird seit 1993 jährlich vergeben. Mit ihm ehrt die Stiftung Persönlichkeiten, deren Arbeiten messbar zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen beitragen. Die Wahl der Preisträger verantwortet die Stiftung; die Begründungen basieren auf den Empfehlungen ihrer Fachgremien.

Aachen war in diesem Jahr Schauplatz des Festakts. Der Preis ist in Deutschland öffentlich verankert; die Übergabe durch den Bundespräsidenten hat symbolischen Charakter und signalisiert den politischen Stellenwert von Umwelt- und Klimaschutz. Für Verheyen und Vossenkaul verbindet die Auszeichnung rechtliche Hebelwirkung mit anwendungsnaher Technik – ein Ansatz, der nach Einschätzung der Stiftung sowohl Emissionen mindern als auch die Anpassung an den Klimawandel beschleunigen kann.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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