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DGB-Ausbildungsreport: Jeder zweite Azubi berichtet von psychischer Belastung

Der neue Ausbildungsreport des DGB zeigt: Rund die Hälfte der Auszubildenden fühlt sich psychisch belastet. Besonders häufig genannt werden finanzielle Sorgen und Wohnungsprobleme. Die DGB-Jugend fordert politische Entlastungen.

Berlin, 20. August 2026. Der aktuelle Ausbildungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) verzeichnet eine hohe psychische Belastung unter Auszubildenden: Rund jede und jeder Zweite gibt an, sich psychisch stark beansprucht zu fühlen. Besonders häufig genannt werden finanzielle Sorgen und Schwierigkeiten auf dem Wohnungsmarkt; ausbildungsbezogene Faktoren wie Leistungs- und Zeitdruck folgen als weitere Treiber. Der Report stützt sich auf eine Befragung der DGB-Jugend und versteht sich als Lagebild der dualen Ausbildung in Deutschland.

Der Befund fällt in eine Phase anhaltender Spannungen in der beruflichen Bildung. Viele Azubis berichten, dass die Ausbildungsvergütung nicht ausreicht, um die laufenden Lebenshaltungskosten zu decken. In Ballungsräumen verschärfen knapper und teurer Wohnraum sowie lange Arbeits- und Schulwege die Situation. Zugleich verweisen Gewerkschaften seit längerem auf ein erhöhtes Risiko von Ausbildungsabbrüchen, wenn finanzielle und organisatorische Belastungen nicht abgefedert werden. Der Report betont, dass gute Betreuung im Betrieb das Belastungsrisiko senken kann: Wo Ausbilderinnen und Ausbilder erreichbar sind, Feedback geben und Lernfortschritte begleiten, berichten Befragte seltener von starker psychischer Belastung.

Der DGB und die DGB-Jugend leiten daraus politischen Handlungsbedarf ab. Genannt werden unter anderem höhere Ausbildungsvergütungen, mehr bezahlbarer Wohnraum und zusätzliche Plätze in Azubi-Wohnheimen sowie eine verlässliche, qualitativ gesicherte Betreuung in Betrieb und Berufsschule. Außerdem plädieren sie für verbindliche Standards bei Arbeitszeiten, Pausen und Prüfungsplanung, um Zeit- und Leistungsdruck zu begrenzen. Ob und in welchem Umfang solche Vorschläge umgesetzt werden, liegt bei der Bundesregierung und den zuständigen Landesministerien; Rückmeldungen aus der Politik lagen am Veröffentlichungstag des Reports noch nicht im Detail vor.

Zu unterscheiden sind dabei Tatsachen und Zuschreibungen: Die Angaben zur psychischen Belastung, zu finanziellen und wohnungsbezogenen Problemen beruhen auf dem DGB-Ausbildungsreport. Forderungen und Bewertungen stammen vom Deutschen Gewerkschaftsbund und seiner Jugendorganisation. Prognosen über mögliche Wirkungen von Maßnahmen – etwa durch höhere Vergütungen, bessere Betreuung oder zusätzlichen Wohnraum – sind Annahmen der Gewerkschaften und müssen sich an künftigen Entscheidungen und Ergebnissen messen lassen.

Mit seiner Schwerpunktsetzung auf Kostenbelastung, Wohnsituation und Ausbildungsqualität liefert der Report eine aktuelle Grundlage für die Debatte um Fachkräftesicherung. Er verweist zugleich auf die geteilte Verantwortung von Betrieben, Kammern und Politik, die Rahmenbedingungen der dualen Ausbildung so zu gestalten, dass junge Menschen ihre Ausbildung gesund und erfolgreich abschließen können.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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